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Devisen : Australische Währung erneut unter Druck

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Immer weniger wert - der Australische Dollar Bild: dpa

In den vergangenen Tagen schien der Australische Dollar wieder etwas Stärke gefunden zu haben, aber jetzt kam der Rückschlag.

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          Hatte es in den vergangenen Tagen so ausgesehen, als ob der Australische Dollar nach seiner verheerenden Talfahrt gegen den US-Dollar die Trendwende geschafft haben könnte, so musste die Währung am Montag einen neuen Rückschlag hinnehmen. Sie verlor im Tagesverlauf innerhalb weniger Minuten etwa drei Prozent von 51,99 Cents in der Spitze bis auf 50,40 Cents im Tief.

          Hauptauslöser für die drastische Kursbewegung war die Entscheidung der Australischen Regierung, die Übernahme von Woodside Petroleum durch Shell im Wert von 3,2 Milliarden US-Dollar zu blockieren. Damit könne auch der Kauf von Optus durch die Telekom Singapore in Frage gestellt werden, vermuten Marktteilnehmer.

          Mehrere Schlusskurse über dem Abwärtstrend hätten zwar technisch eine Trendumkehr angedeutet, aber mit dem heutigen Tage sei die kurzfristige Stimmung wieder negativ geworden, sagen die Analysten von Dresdner Kleinwort Wasserstein.

          Mansoor Mohi-Uddin von UBS Warburg in Singapore ist weiterhin negativ gestimmt. „Obwohl die Regierung gesagt hat, für ausländische Investoren offen zu bleiben, haben die australischen Behörden das mit dem heutigen 'Woodside-Veto' nicht gezeigt“, formuliert er seine Einschätzung. Zusammen mit der negativen Einschätzung des Euro und auf Grund ihres Pessimismus in Bezug auf die Entwicklung der Weltwirtschaft sehen die Ökonomen von UBS Warburg den Australischen Dollar weiterhin schwach. Er werde unter 50 Cents fallen, zunächst bis auf 48 Cents, später sogar bis auf 45 US-Cents.

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