https://www.faz.net/-gv6-80zlk

Zwölf-Jahres-Tief : Euro sackt unter 1,05 Dollar

  • Aktualisiert am

Bild: Reuters

So tief stand der Euro zuletzt Anfang 2003: Inzwischen ist der Kurs noch unter 1,05 Dollar gefallen. Experten warten nur noch darauf, dass Euro und Dollar den Kurs 1:1 erreichen.

          1 Min.

          Die Talfahrt des Eurokurs hat sich am Freitag wieder fortgesetzt. Nach dem gestrigen Stabilisierungsversuch sackte die Gemeinschaftswährung im New Yorker Handel bis auf 1,0463 Dollar ab und damit auf den niedrigsten Stand seit Anfang 2003. Zuletzt zeigte sie sich bei 1,0487 Dollar davon nur wenig erholt. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs auf 1,0572 (Donnerstag: 1,0613) Dollar festgesetzt, der Dollar kostete damit 0,9459 (0,9422) Euro.

          Der Abwärtstrend des Euro zugunsten des Dollar dürfte sich längerfristig fortsetzen, sagte ein Devisenexperte. Er rechne damit, dass der Euro innerhalb der kommenden 6 Monate die Parität zur amerikanischen Währung erreichen sollte.

          Grund dafür ist die auseinander laufende Geldpolitik in Europa und den USA: Die EZB versucht, mit ihren am Montag angelaufenen Staatsanleihe-Käufen die hiesige Konjunktur zu stützen und die niedrige Inflation zu bekämpfen. Dies macht den Euro aber gleichzeitig als Anlagewährung weniger attraktiv. Genau entgegengesetzt agiert die US-Notenbank Fed, die dank der robusten amerikanischen Wirtschaftsentwicklung bald die Zinsen anheben dürfte.

          Die Blicke der Anleger richten sich daher insbesondere auf die am Mittwoch anstehende Fed-Sitzung: Von ihr versprechen sie sich Aufschluss darüber, wann genau es soweit sein könnte.

          Weitere Themen

          Topmeldungen

          Eines ist allen in der Union klar: Auch ein knappes Rennen, ja sogar ein knapper Sieg führen nicht automatisch ins Kanzleramt.

          Wer wird Bundeskanzler? : Laschets Kampf geht weiter

          Trotz herber Verluste will Armin Laschet weiter Kanzler werden – auch als Zweitplatzierter. Das ginge nur mit Grünen und FDP. Eine „Zukunftskoalition“ nennt er das. Söder spricht von einem „Bündnis der Vernunft“.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.