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Emirat erhöht Sprit-Preise : Das Benzinpreis-Paradox in Qatar

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Autofahrer in Doha Bild: AFP

Der Ölpreis fällt und fällt. Das freut Autofahrer auf der ganzen Welt. Nur in manchen Ölstaaten ist das anders. Das arabische Emirat Qatar erhöht jetzt für die eigenen Landsleute die Preise.

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          Als Reaktion auf den anhaltenden Ölpreisverfall hat Qatar die Benzinpreise im eigenen Land angehoben. Das arabische Emirat folgt damit anderen Golfstaaten, die vorher zu dieser Maßnahme gegriffen hatten. Ein Liter Benzin koste seit Freitag je nach Sorte zwischen 30 und 35 Prozent mehr, wie die staatliche Qatar News Agency meldete. Für einen Liter Super müssen Autofahrer in Qatar demnach jetzt umgerechnet etwa 0,33 Eurocent bezahlen.

          Dank seiner großen Öl- und Gasreserven hat Katar das weltweit höchste Pro-Kopf-Einkommen. Dem Emirat macht aber der massive Rückgang des Ölpreises zu schaffen. In dieser Woche war bereits bekanntgeworden, dass Katar den amerikanischen Ableger des arabischen Nachrichtensenders Al-Dschasira Ende April einstellt. Der Sender begründete den Schritt mit der wirtschaftlichen Situation in der Medienlandschaft.

          Auch andere Ölförderländer geraten wegen des Preisverfalls unter Druck. So rief Venezuela am Freitag den Wirtschaftsnotstand aus. Und Russlands Finanzminister fürchtet ein 36-Milliarden-Euro Haushaltsloch, falls die Ölpreise auf dem derzeitigen Stand verharren.

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