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Kommentar : Billigeres Gas

Trotz Fixkosten bei der Gasversorgung gibt es bei der Preisgestaltung durchaus Spielräume. Bild: AP

Erdgas ist so billig wie seit sechs Jahren nicht mehr. Doch Stadtwerke ringen sich nur langsam dazu durch, die Preise auch für die Verbraucher zu senken. Dabei könnten sie das durchaus.

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          Höchste Zeit, dass die Gaspreise jetzt endlich sinken! Vielleicht erinnert sich der eine oder andere noch an das Jahr 2004. Damals konnte es passieren, dass einem ein Schreiben des örtlichen Gasanbieters mit einer saftigen Preiserhöhung ins Haus flatterte.

          Der Anbieter verwies dabei gern auf den Ölpreis, der gestiegen sei und Preisanpassungen auch beim Gas leider unumgänglich mache. In den vergangenen zwei Jahren nun ist der Ölpreis gesunken und gesunken. Und was passiert?

          Nur mit einiger Zeitverzögerung ringt sich das eine oder andere Stadtwerk nach langen Sitzungen dazu durch, auch den Gaspreis herabzusetzen. Und dann meistens um einen Prozentsatz, bei dem ein Ölhändler nur müde lächeln würde. Zugegeben: Es gibt bei der Gasversorgung gewisse Fixkosten etwa für die Netze, die auch bei sinkenden Weltmarktpreisen bestehen bleiben. Und auch zugegeben: Es gibt beim Gas oft langfristige Lieferverträge, die dafür sorgen, dass auch die Beschaffungskosten sich weniger schnell ändern als die Spotpreise an den Rohstoffmärkten. Gleichwohl zeigen die gewaltigen Preisunterschiede der Gasanbieter, dass es offenkundig Spielräume bei der Preisgestaltung gibt.

          Christian Siedenbiedel

          Redakteur in der Wirtschaft.

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