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Devisenreserven : China stoppt Währungsabfluss

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Erstmals seit fünf Monaten legten die Devisenreserven Chinas leicht zu Bild: dpa

In China waren im Februar die Währungsreserven noch auf den niedrigsten Stand seit drei Jahren gesunken. Im März legten sie nun seit fünf Monaten leicht zu. Das hat verschiedene Gründe.

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          In China hat sich der deutliche Abfluss an Devisen der vergangenen Monate im März nicht fortgesetzt. Erstmals seit fünf Monaten legten die Devisenreserven des Landes leicht zu.Wie die chinesische Notenbank mitteilte, erhöhten sich die Währungsreserven zum Vormonat um 10,3 Milliarden auf 3,21 Billionen Dollar. Im Februar hatte sich der Devisenabfluss bereits deutlich abgeschwächt, weswegen der jüngste Anstieg nicht gänzlich überraschend kommt.

          Fachleute verwiesen darauf, dass ein Teil des Zuwachses auf Bewertungsgewinne zurückzuführen sei, weil der Dollar in den vergangenen Wochen unter Druck geraten ist. Dies habe die chinesischen Reserven in anderen Währungen wie dem Euro in Dollar gerechnet erhöht. Die Zahlen zeigen aber auch, dass der erhebliche Devisenabfluss, der vor allem im vergangenen Jahr aufgetreten ist, nicht mehr stattfindet. Gründe dafür dürften die stabilere Lage an den Finanzmärkten Chinas, etwas günstigere Konjunkturdaten und die absehbar langsamere Zinsstraffung der amerikanischen Notenbank Fed sein.

          Der aus dem jahrelang starken Außenhandel resultierende Devisenberg Chinas ist zwar immer noch gewaltig und der mit Abstand größte der Welt. Allerdings ist er seit Mitte 2014 stark geschmolzen. Seinerzeit hatte er mit fast vier Billionen Dollar seinen historischen Höchstwert erreicht. Allein im vergangenen Jahr hat China fast eine halbe Billion Dollar seiner Währungsreserven verloren. Als Gründe gelten die deutliche Wachstumsabschwächung, Turbulenzen an den heimischen Börsen und Marktinterventionen der chinesischen Notenbank.

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