https://www.faz.net/-gv6-8upe7

Goldreserven : Bundesbank erhöht Tempo bei Gold-Verlagerung aus dem Ausland

  • Aktualisiert am

Nach Angaben der Bundesbank liegen nun 1619 Tonnen oder 47,9 Prozent des deutschen Goldschatzes in heimischen Tresoren. Bild: AFP

Die Bundesbank schließt die Verlagerung von Goldreserven nach Frankfurt deutlich früher ab als geplant. Die bewegte Menge ist gewaltig.

          1 Min.

          Die Bundesbank schließt die Verlagerung ihrer Goldreserven aus dem Ausland deutlich früher ab als geplant. „Mehr als drei Jahre vor dem Termin wird sie in diesem Jahr umgesetzt“, sagte Bundesbank-Vorstand Carl-Ludwig Thiele am Donnerstag in Frankfurt. Nach öffentlichem Druck hatte die Bundesbank vor vier Jahren das Ziel ausgegeben, bis spätestens Ende 2020 mindestens die Hälfte der deutschen Goldreserven von derzeit 3378 Tonnen in eigenen Tresoren im Inland aufzubewahren.

          Nach Angaben der Bundesbank liegen nun 1619 Tonnen oder 47,9 Prozent des deutschen Goldschatzes in heimischen Tresoren. 2016 holte die Notenbank 216 Tonnen des Edelmetalls aus ihren Beständen in New York und Paris nach Frankfurt. Vor dem Regierungswechsel in den Vereinigten Staaten erfüllte die Bundesbank ihr selbstgestecktes Ziel, 300 Tonnen von der Fed nach Deutschland zu bringen. „Die Goldverlagerung aus New York wurde im vergangenen September erfolgreich abgeschlossen“, sagte Thiele.

          Aus Frankreich kamen 105 Tonnen nach Deutschland. Die Verlagerung aus Paris soll 2017 abgeschlossen werden. Dort wird es künftig keine deutschen Goldreserven mehr geben.

          Drei Jahre vor Zeitplan : Bundesbank holt im Eiltempo Gold nach Frankfurt

          Weitere Themen

          Topmeldungen

          Die Verfassungsrichter Susanne Baer und Stephan Harbarth am 15. Januar 2019 in Karlsruhe

          Bundesverfassungsgericht : Ein Abendessen mit Nebenwirkung

          Im Juni trafen sich Bundesverfassungsrichter mit Mitgliedern der Bundesregierung. Daraufhin versuchte es erst die AfD mit einem Befangenheitsantrag. Nun hatte das Gericht über einen weiteren zu entscheiden.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.