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Benzin und Diesel : Sprit wird wieder teuer

Wer nachts tankt, zahlt besonders viel. Bild: dpa

Der Liter Diesel unter einem Euro – das war mal. Der Benzinpreis zieht wieder kräftig an. Den Kunden bleibt nur wenig Abhilfe.

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          Das waren noch Zeiten: 99,9 Cent für den Liter Diesel. Das gab's zumindest im Januar. Inzwischen aber fließt an der Tankstelle deutlich mehr flüssiges vom Konto ab. Wer Super tankt, kann dieser Tage auch mal wieder mehr als 1,60 Euro je Liter zahlen.

          Patrick Bernau

          Verantwortlicher Redakteur für Wirtschaft und „Geld & Mehr“ der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung.

          Noch im Januar errechnete der ADAC einen Benzin-Durchschnittspreis von 1,265 Euro je Liter Super E10. In der vergangenen Woche stand der Durchschnittspreis schon bei 1,45 Euro. Damit liegt der Super-Preis nicht mehr weit weg von den 1,55 Euro, die er im vergangenen Sommer erreicht hatte: zwei Drittel des Weges in die Höhe hat der Benzinpreis schon hinter sich gebracht. Auch der Dieselpreis geht nach oben.

          Ein Sprecher des Mineralöl-Wirtschaftsverbandes erklärt die Preissteigerung mit drei Faktoren: dem Ölpreis, dem Benzin-Marktpreis und dem Eurokurs. „Die Tankstellenpreise richten sich im Wettbewerb in erster Linie nach den Einkaufskosten für Benzin und Diesel, und das sind eigenständige Weltmarktpreise, die sich immer wieder vom Ölpreis abkoppeln können“, sagt der Sprecher. „Das erleben wir derzeit bei Benzin: Die Einkaufskosten sind seit Jahresbeginn gegenüber dem Ölpreis überproportional stark gestiegen.“

          Der Verband rechnet vor: Rohöl ist seit Mitte Januar in Dollar gerechnet um rund 11 Cent je Liter teurer geworden. In Euro beträgt die Preissteigerung schon 13 Cent. Der Einkaufspreis für Benzin sei um 17 Cent gestiegen. Dann kommt die Mehrwertsteuer drauf, und das bringt die 20 Cent Preissteigerung, die an den Tankstellen zu sehen ist.

          Weil der Einkaufspreis für Diesel etwas langsamer gestiegen sei als der Ölpreis, sei auch der Dieselpreis nicht ganz so mitgezogen.

          Autofahrern bleiben nur die alten Tipps: Benzinsparend Fahren und Tanken nach Uhrzeit. Am günstigsten ist das Benzin regelmäßig nach der Arbeit, abends gegen 18 Uhr, bevor der Preis über den Abend wieder scharf anzieht. Je später die Woche wird, desto billiger wird das Benzin. Am günstigsten ist es meist sonntags zwischen 18 und 20 Uhr.

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