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Dax, Dow & Co. : Worauf Anleger heute an der Börse schauen

  • Aktualisiert am

Volatil: Anzeigetafel mit der Dax-Kurve an der Frankfurter Börse Bild: dpa

Der Vortag war düster für die Aktienmärkte, die Angst vor Corona und dem Lockdown meldete zurück. Grenzt der Dax am letzten Handelstag der Woche die Verluste ein?

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          Am deutschen Aktienmarkt scheinen sich am Freitag die Wogen nach dem Vortages-Kursrutsch infolge stark steigender Coronazahlen erst einmal zu glätten. Langfristig orientierte Investoren nutzten bereits die tieferen Kurse wieder zum Einstieg, hieß es von Händlern vor der Börseneröffnung.

          So taxierte der Broker IG den Dax gut zwei Stunden vor dem Xetra-Start 0,4 Prozent höher mit 12.755 Punkten. Weiterhin prägen Unsicherheitsfaktoren wie Amerikas Präsidentschaftswahl, der Stillstand der Verhandlungen über ein neues amerikanisches Konjunkturprogramm sowie in Europa die Brexit-Hängepartie und natürlich das grassierende Coronavirus das Geschehen.

          Für den kriselnden Stahlkonzern Thyssen-Krupp kündigt sich eine staatliche Rettungsmaßnahme an, was den Aktienkurs im vorbörslichen Handel stark steigen lässt.

          Die Wall Street hatte am Donnerstag ihre anfangs klaren Verluste im Handelsverlauf sichtbar eingedämmt. Der Leitindex Dow Jones Industrial schloss lediglich 0,07 Prozent tiefer bei 28.494 Punkten. Der marktbreite S&P 500 verlor letztlich 0,15 Prozent auf 3483 Zähler. Dagegen stand beim technologielastigen Nasdaq 100 zur Schlussglocke noch ein deutlicheres Minus von 0,7 Prozent auf 11.898 Punkte zu Buche.

          Die Börsen Asiens haben am Freitag keine einheitliche Richtung eingeschlagen. Der japanische Leitindex Nikkei 225 sank zuletzt um 0,4 Prozent. Der CSI 300 mit den 300 wichtigsten Aktien der chinesischen Festlandbörsen büßte 0,25 Prozent ein, während es für den Hang-Seng-Index in der chinesischen Sonderverwaltungszone Hongkong um 0,88 Prozent nach oben ging. Insbesondere die nach wie vor hohen Corona-Infektionszahlen lasten weiterhin auf den Märkten.

          Ölpreis verliert

          Die Ölpreise als wichtiges Signal für die weltwirtschaftlichen Konjunkturerwartungen haben am Freitag im frühen Handel weiter nachgegeben. Ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent kostete am Morgen 42,71 Dollar und damit 45 Cent weniger als am Vortag. Der Preis für ein Fass der amerikanischen Ölsorte West Texas Intermediate (WTI) sank um 40 Cent auf 40,58 Dollar.

          WTI

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          Marktbeobachter machten den infolge der gestiegenen Unsicherheit an den Finanzmärkten den etwas stärkeren Dollar für die schwächeren Ölpreise verantwortlich. Da Öl international in Dollar gehandelt wird, steigen die Importkosten außerhalb des Dollar-Raums mit dem Wechselkurs. Das dämpft die Nachfrage.

          Am Vortag hatten Lagerdaten die Ölpreise zeitweise gestützt: In den Vereinigten Staaten sind die Rohöllagerbestände laut Daten des Energieministeriums in der vergangenen Woche überraschend deutlich gefallen.

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