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Blick auf den Finanzmarkt : Dax tendiert etwas schwächer

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Nach einem überraschenden Handelsbilanzdefizit von China hat der Dax am Donnerstag zur Eröffnung weiter an Boden verloren. Dies sei ein weiterer Nackenschlag für die Zuversicht der Anleger, sagte ein Marktstratege. Zudem hat Moody's Spanien herabgestuft.

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          Angesichts eines überraschenden Handelsbilanzdefizits von China ist der Dax am Donnerstag auf den tiefsten Stand seit Ende Januar gerutscht. Der Leitindex verlor 1,00 Prozent auf 7060 Punkte. Für den MDax ging es um 1,11 Prozent auf 10 176 Punkte nach unten. Der TecDax fiel um 1,08 Prozent auf 885 Punkte. Chinas Handelsbilanz ist im Februar aufgrund hoher Importe ins Defizit gerutscht.

          Im Dax legten Donnerstag früh mit K+S, Linde, der Deutschen Post und Munich Re gleich vier Unternehmen ihre Zahlen vor. Die Papiere von K+S konnten sich dem negativen Trend mit plus 0,63 Prozent auf 55,60 Euro deutlich entziehen. Der Düngemittel- und Salzproduzent hatte seine Umsatzprognose für das laufende Jahr etwas erhöht. Linde-Aktien stiegen um 0,09 Prozent auf 112,75 Euro. Der Industriegase-Spezialist hatte das Jahr 2010 mit neuen Spitzenwerten beim Gewinn und Umsatz abgeschlossen und eine Dividendenerhöhung angekündigt.

          Auch Post- Anteile hielten sich mit minus 0,58 Prozent auf 12,860 Euro besser als der Markt. Sie profitierten von der unerwartet hohen Dividende. Abwärts ging es mit minus 2,62 Prozent auf 115,30 Euro für Papiere der Munich Re. Der Rückversicherer sieht sein Gewinnziel wegen der Kosten für Naturkatastrophen in Gefahr.

          Deutsche Anleihen tendieren deutlich fester - Moody's stuft Spanien herab

          Die Kurse deutscher Staatsanleihen sind am Donnerstag nach einer Herabstufung der Kreditwürdigkeit von Spanien deutlich fester in den Handel gegangen. Der für den Anleihemarkt richtungsweisende Euro-Bund-Future stieg um 0,43 Prozent auf 122,11 Punkte. Die Rendite der zehnjährigen Bundesanleihe lag bei 3,284 Prozent. Die amerikanische Ratingagentur Moody's stufte die Kreditwürdigkeit von Spanien um eine Note von „Aa1“ auf „Aa2“ herab. Der Ausblick bleibe negativ. Die Herabstufung sorge für eine Flucht in die als sicher geltenden deutschen Staatsanleihen, sagten Händler. „Aa2“ ist aber immer noch die drittbeste Note der Agentur. Spanien wird damit weiter deutlich besser bewertet als andere finanzschwache Länder wie Griechenland oder Irland. Vor dem Sondergipfel der Staats- und Regierungschefs der Euro-Gruppe am Freitag ist die Nervosität an den Märkten gestiegen, was an den höheren Risikoprämien für Anleihen aus einigen Peripherieländern abzulesen ist, schreibt die HSH Nordbank in einer Vorschau. Da die Erwartungen hinsichtlich eines Beschlusses einer umfassenden Reform des Rettungsfonds EFSF gering seien, dürfte die Unsicherheit anhalten, so dass die Renditen der Bundesanleihen trotz der vermutlich soliden Industrieproduktionszahlen aus Frankreich und Italien leicht sinken sollten.

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