https://www.faz.net/-gv6-1567x

Blick auf den Finanzmarkt : Dax legt weiter zu

  • Aktualisiert am

Angesichts durchgängig positiver Vorgaben aus Übersee ist der deutsche Aktienmarkt am Freitag mit Gewinnen in den Handel gestartet. Verringerte Sorgen um die Eurozone stimmten Marktteilnehmer etwas optimistischer, heißt es. Am Nachmittag stehen noch amerikanische Zahlen an, darunter das von der Universität Michigan erhobene Verbrauchervertrauen.

          Angesichts durchgängig positiver Vorgaben aus Übersee ist der deutsche Aktienmarkt am Freitag mit Gewinnen in den Handel gestartet. Der Dax stieg in den ersten Minuten um 0,36 Prozent auf 6.078,33 Punkte. Der MDax der mittelgroßen Werte legte indes um 0,34 Prozent auf 8.235,86 Punkte zu und der TecDax um 0,74 Prozent auf 759,28 Zähler.

          Verringerte Sorgen um die Eurozone stimmten Marktteilnehmer etwas optimistischer, sagte Ben Potter von IG Markets. So waren am Donnerstag etwa Anleiheemissionen aus Spanien am Markt gut aufgenommen worden. In New York hatte der Dow Jones Industrial Average (DJIA) am Vorabend deutliche Gewinne von 2,76 Prozent eingefahren. Zudem stieg der Future auf den amerikanische Leitindex seit dem Xetra-Vortagesschluss um 0,49 Prozent. An der Börse in Tokio schloss der Nikkei-225-Index darüber hinaus 1,70 Prozent im Plus. Am Nachmittag stehen noch amerikanische Zahlen an, darunter das von der Universität Michigan erhobene Verbrauchervertrauen.

          Gegen den Trend um 0,03 Prozent auf 60,70 Euro nach unten ging es für Papiere des Pharmaunternehmens Merck. Händler verwiesen auf einen Bericht, wonach Gilenia, ein Medikament von Konkurrent Novartis gegen Multiple Sklerose (MS), einen weiteren Schritt zur Zulassung in den Vereinigten Staaten genommen habe. Im Falle einer Zulassung könnte Gilenia mit Mercks MS-Medikament Cladribin konkurrieren. Novartis scheine Merck einen Schritt voraus zu sein, was die Entwicklung eines MS-Medikaments in Tablettenform angehe, sagte ein Händler. Für Cladribin habe Merck erst Anfang dieser Woche einen neuen Antrag auf Zulassung eingereicht, sieben Monate, nachdem das Medikament von der amerikanische Arzneimittelbehörde FDA abgelehnt worden war.

          Die Papiere der Fraport gewannen nach Verkehrszahlen 0,83 Prozent auf 36,375 Euro. Im Mai hatte der Frankfurter Flughafenbetreiber im Frachtgeschäft einen neuen Rekord erzielt. Im Passagiergeschäft zeigte die Entwicklung nach dem Flugverbot wegen der Vulkanaschewolke im April wieder klar nach oben. Händler und Analysten lobten die Zahlen einhellig und betrachteten sie als weiteres Indiz dafür, dass die Branche auf Erholungskurs sei.

          Wenig Bewegung am Rentenmarkt

          Am Rentenmarkt lag der Bund-Future fünf Ticks im Minus bei 128,63 Zählern. Händler warteten darauf, wie die Auktionen italienischer Anleihen am Markt aufgenommen werden. Neue spanische Papiere waren am Donnerstag stark nachgefragt worden. Die zehnjährige Bundesanleihe rentierte mit 2,627 Prozent.

          Euro bleibt über 1,21 Dollar - Warten auf amerikanische Daten

          Weitere Themen

          Ölpreise steigen um bis zu 20 Prozent

          Angriff auf Saudi-Arabien : Ölpreise steigen um bis zu 20 Prozent

          Die Drohnenattacken auf das Zentrum der saudischen Ölindustrie haben auch an der Börse spürbare Folgen. Die beiden wichtigsten Ölsorten der Welt kosten nun etwa zehn Prozent mehr als vor dem Angriff – laut einem Analysten wurden 5 Prozent der Weltproduktion vernichtet.

          Topmeldungen

          Klage vor Supreme Court : John Majors Verachtung für Boris Johnson

          Der frühere Premierminister John Major ging zu seiner Amtszeit nicht mit Samthandschuhen vor. Doch Boris Johnsons Mittel gehen ihm zu weit. Deswegen hat er sich der Klage gegen die Beurlaubung des Parlaments angeschlossen.
          Unser Sprinter-Autor: Felix Hooß

          F.A.Z.-Sprinter : Plötzlich kleinlaut

          Trump, Netanjahu und Johnson kennt man großspurig. Doch plötzlich zögert Trump, kämpft Netanjahu um sein politisches Überleben und muss sich Johnson vor dem Supreme Court rechtfertigen. Alles Wichtige steht im F.A.Z.-Sprinter.
          Die Talkrunde zum Thema Klimapolitik bei Frank Plasberg

          TV-Kritik: Hart aber fair : Die Realität der Zwickmühle

          Die Klimapolitik ist so verzwickt, dass es den üblichen Verdächtigen kaum noch gelingt, Einsicht in das Notwendige oder gar Verhaltensänderungen zu erreichen. Tatsächlich sehen einige das Format der Talkshow als Pranger für üble Phantasien.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.