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Blick auf den Finanzmarkt : Dax legt weiter zu

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Amerikanische Anleihen im späten Donnerstag-Geschäft auf Talfahrt

Eine steigende Risikobereitschaft unter Anlegern hat die Notierungen der amerikanische Staatsanleihen am Donnerstag im späten New Yorker Handel auf Talfahrt geschickt. Die Kurse zehnjähriger Titel mit einem Kupon von 3,500 Prozent sanken um 1-8/32 auf 101-17/32. Die Papiere rentierten mit 3,321 Prozent, nach 3,175 Prozent am Mittwoch. Der Kurs der mit 4,375 Prozent verzinsten 30-jährigen Staatsanleihe stürzte um 2-4/32 auf 102-12/32 ab. Die Rendite stieg von 4,111 auf 4,234 Prozent. Positiv verlaufene Platzierungen europäischer Staatsanleihen, beruhigende Aussagen wichtiger Notenbanken in Europa und günstige Wirtschaftsdaten aus China und den Vereinigten Staaten ließen die Attraktivität der amerikanische Anleihen schwinden. Auch eine erneut auf reges Interesse gestoßene Auktion neuer amerikanische Schuldtitel vermochte dies nicht zu ändern. Bei der Versteigerung 30-jähriger amerikanische Bonds (Kupon: 4-3/8 Prozent) im Volumen von 13 Milliarden Dollar hat sich am Berichtstag eine Höchstrendite von 4,182 Prozent ergeben. Bei der vorigen Auktion im Volumen von 16 Milliarden Dollar hatte die Höchstrendite bei 4,490 Prozent gelegen, die Anleihe hatte ebenfalls einen Zinskupon von 4-3/8 Prozent. Insgesamt wurden damit in der laufenden Woche Titel im Volumen von 70 Milliarden Dollar auktioniert.

„Für eine Fortsetzung des auf Risikoaversion fußenden Handels braucht es neue Sorgen, die die Märkte heimsuchen. Wenn es da nichts Neues gibt, wandert das Kapital in risikoreichere Anlagen“, erläuterte Rentenhändler Larry Dyer von HSBC Securities Vereinigten Staaten die Marktsituation. Außerdem müsste der Rentenmarkt das neue Angebot am langen Ende des Marktes verarbeiten. Das klar verbesserte Sentiment an den Finanzmärkten, das in der Regel zu Lasten der Festverzinslichen geht, begründeten Marktteilnehmer unter anderem mit positiven Exportdaten aus China und einer Verbesserung des amerikanische Arbeitsmarktes. Die wöchentliche Zahl der Erstanträge auf Leistungen der amerikanische Arbeitslosenversicherung ist zwar nur leicht und im erwarteten Rahmen gefallen. Allerdings reduzierten sich die fortlaufenden Anträge auf das niedrigste Niveau seit 18 Monaten. Händler verwiesen zudem auf die überraschend gut verlaufene Auktion spanischer Staatsanleihen. Des Weiteren haben Europäische Zentralbank (EZB) und Bank of England ihr Zinsniveau bestätigt. Zugleich habe EZB-Präsident den Märkten eine weiterhin erhöhte Liquiditätsversorgung zugesagt, hieß es. Dieser Umstand lasse Konjunktursorgen unter Investoren schwinden und belaste den Rentenmarkt, so Rentenhändler.

Kurssprung an Lateinamerikas Börsen

Die größeren lateinamerikanischen Börsen haben am Donnerstag kräftige Gewinne erzielt. In Mexiko-Stadt stieg der IPC-Index 700,89 Zähler (2,25 Prozent) auf 31 910,22 Punkte. Auch der Merval-Index in der argentinischen Hauptstadt Buenos Aires konnte 44,24 Zähler (2,00 Prozent) auf 2261,78 Punkte zulegen. Beim Bovespa- Index im brasilianischen Sao Paulo gab es ein Plus von 1570,19 Zählern (2,55 Prozent) auf 63 048,80 Punkte.

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