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Blick auf den Finanzmarkt : Dax legt weiter zu

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Wall Street legt am Donnerstag fast 3 Prozent zu

Ein deutlich gestiegener Risikoappetit hat Anleger am Donnerstag an Wall Street in Kauflaune versetzt, wobei die Kursgewinne zum Handelsende weiter ausgebaut wurden. Der Dow-Jones-Index (DJIA) der 30 Industriewerte stieg um 2,8 Prozent oder 273 Punkte auf 10.173. Der breiter aufgestellte S&P-500-Index zog um 3 Prozent oder 31 Zähler auf 1.087 an und der technologielastige Nasdaq-Composite-Index rückte um 2,8 Prozent oder 60 Punkte auf 2.219 vor. Umgesetzt wurden 1,33 (Mittwoch: 1,70) Milliarden Aktien. Dabei standen 2.690 Kursgewinnern 381 -verlierer gegenüber, während 79 Titel unverändert schlossen. Charttechnisch sei wichtig gewesen, dass der S&P-500 oberhalb von 1.080 Punkten geschlossen habe, sagte ein Händler. Begründet wurden die Aufschläge mit einem ganzen Bündel positiver Nachrichten. Marktteilnehmer verwiesen auf gute Exportdaten aus China, eine ordentlich verlaufene Auktion spanischer Staatsanleihen, eine erhöhte Wachstumsprognose der Europäischen Zentralbank (EZB) und die Aufwertung des Euro.

„Wenn man gen Europa blickt, sind nicht alle Konsequenzen der Euro-Krise in den vergangenen sechs Wochen schlecht. Zinsen und Ölpreis sind niedrig und die Wachstumsperspektiven gut. Kurzfristig ist weiterhin nicht mit einem Ende der lockeren Geldpolitik zu rechnen“, sagte Investmentstratege Howard Ward von GAMCO Growth Fund. Am Berichtstag hatten EZB und Bank of England ihre niedrigen Leitzinssätze bestätigt. Andere Marktbeobachter vertraten die Ansicht, der Fokus richte sich verstärkt auf andere Regionen, die nur wenig von den Geschehnissen in Europa tangiert werden. Letztlich gehe es um das globale Wachstum, hieß es. „Ich erwarte mehr Markt bewegende Nachrichten aus China und anderen Regionen“, sagte ein Börsianer. Die heimischen Konjunkturdaten aus den Vereinigten Staaten fielen wie erwartet aus und lieferten kaum Impulse. So ist die Zahl der Erstanträge auf Leistungen aus der amerikanische Arbeitslosenversicherung binnen Wochenfrist im Rahmen der Prognosen gesunken. Positiv wurde aber im Handel vermerkt, dass die Summe der Leistungsbezieher auf das niedrigste Niveau seit 18 Monaten gefallen ist. Das Handelsbilanzdefizit fiel im April nur einen Tick unter der Konsensprognose aus.

Gesucht waren vor allem konjunktursensitive Werte und hier besonders Öltitel. Im Ölsektor stiegen unter den Standardwerten Chevron um 4,8 Prozent auf 74,17 Dollar und Exxon Mobil um 3,1 Prozent auf 61,89 Dollar. Im S&P-500-Index ging es für Anadarko um 12,4 Prozent auf 39,15 Dollar nach oben, die Aktie hatte am Mittwoch 18,6 Prozent verloren. Baker Hughes schnellten um 10,6 Prozent auf 42,42 Dollar und Diamond Offshore Drilling um 7,4 Prozent auf 61,35 Dollar in die Höhe. Unter den zyklischen Aktien im DJIA verteuerten sich Caterpillar als Spitzenreiter um 5,5 Prozent auf 59,95 Dollar. Der Verwaltungsrat des Baumaschinenherstellers hat wie geplant Doug Oberhelm zum CEO gewählt. Alcoa rückten um 4,2 Prozent auf 11,25 Dollar vor. Goldman Sachs fielen im S&P-500 auf ein 52-Wochentief und schlossen 2,2 Prozent tiefer bei 133,77 Dollar. Die Investmentbank wird von einem australischen Hedgefond auf Schadensersatz im Umfang von einer Milliarde Dollar verklagt. Außerdem gab es Berichte, wonach ein zweites Verfahren der Börsenaufsicht SEC im Zusammenhang mit CDO-Produkten droht.

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