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Blick auf den Finanzmarkt : Dax legt weiter zu

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Der Euro notiert beim Übergang in den europäisch geprägten Handel am Freitagmorgen weiterhin über der Marke von 1,21 Dollar. Das Sentiment werde weiter gestützt von zuletzt guten Konjunkturdaten, insbesondere aus China, heißt es im Handel. Das führe allgemein zu einer besseren Stimmung für Risiko-Assets, seien dies nun Aktien oder die Gemeinschaftswährung. Als wie nachhaltig sich eine solche Entwicklung erweisen werde, sei bislang unklar. Negative Nachrichten könnten etwa jederzeit im europäischen Bankensektor anfallen. Auch mehren sich die Misstöne aus den Vereinigten Staaten aufgrund des starken Exportanstiegs in China. So hat sich Senator Charles Schumer erneut zu Wort gemeldet und China zu einer Aufwertung des Yuan aufgefordert. Nach Einschätzung einzelner Beobachter stellt die Währungsfrage ein nicht zu unterschätzendes Risikopotential in den Beziehungen beider Länder dar. Am Berichtstag wenden sich die Blicke einmal mehr vor allem in die Vereinigten Staaten . Am Nachmittag werden dort mit dem Einzelhandelsumsatz Mai sowie dem Index der Verbraucherstimmung der Universität Michigan Juni wichtige Konjunkturdaten veröffentlicht. Bei den Einzelhandelsumsätzen rechnen Analysten mit einem Anstieg von 0,2 Prozent gegenüber dem Vormonat. Charttechnisch liegen die nächsten Widerstände für den Euro zum Dollar nunmehr in den Bereichen von 1,2145 Dollar und 1,2215 Dollar. Unterstützungen finden sich um 1,1880 Dollar und 1,1765 Dollar.

Börsen in Japan schließen fest

Getrieben von guten amerikanische Vorgaben und der Erholung des Euro zum Yen ist es am Freitag an der Tokioter Börse zu deutlichen Kursgewinnen gekommen. Der Nikkei-225-Index gewann 1,7 Prozent oder 163 Zähler auf 9.705, während der Topix um 1,1 Prozent oder knapp 10 Punkte auf 866 zulegte. Teilnehmer berichteten von Eindeckungen von Leerpositionen insbesondere bei zyklischen Aktien. Ein erster Widerstand für den Index liege bei 9.800 Punkten. Positive Resonanz hätten im Handel zudem die Terminierung der Oberhauswahlen für Anfang Juli gefunden und der Rücktritt des für die Postprivatisierung verantwortlichen Ministers, hieß es. Von der Erholung des Euro auf über 111 Yen profitierten exportsensitive Aktien von Unternehmen aus dem Technologiesektor und von Glasherstellern besonders, wie Börsianer sagten. Die japanischen Glashersteller erzielten einen Großteil ihrer Umsätze in der Eurozone, so ein Händler. Asahi Glass legten um 2,7 Prozent zu auf 928 Yen, Nippon Sheet Glass um 2,6 Prozent auf 238 Yen und Nippon Electric Glass um 2,1 Prozent auf 1.067 Yen. Im Technologiesegment gewannen Sony 1,9 Prozent auf 2.571 Yen und Canon 1,9 Prozent auf 3.715 Yen. Für Toshiba ging es um 2,2 Prozent nach oben auf 460 Yen mit einem Bericht, wonach es Verhandlungen mit Fujitsu (+0,9 Prozent auf 560 Yen) über das Zusammenlegen der Mobilfunkgeschäfte geben soll. Diese Idee komme zwar spät, sei aber dennoch positiv zu werten, so ein Analyst von Tokai Tokyo Securities mit Verweis auf die schon im früheren Jahresverlauf zusammengelegten Aktivitäten von NEC (-0,4 Prozent auf 243 Yen), Casio Computer (+3,4 Prozent auf 603 Yen) und Hitachi (+0,9 Prozent auf 344 Yen).

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