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Blick auf den Finanzmarkt : Dax eröffnet leichter

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Schwache Konjunkturdaten aus Asien und Amerika und entsprechend schlechte Vorgaben der Börsen aus Übersee bringen die Kurse deutscher Aktien am Donnerstag abermals unter Druck.

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          Nach negativen Vorgaben aus Übersee und enttäuschenden Konjunkturdaten aus China ist der deutsche Aktienmarkt am Donnerstag mit Verlusten in den Handel gestartet. Der Dax verliert 1,3 Prozent auf 5886 Punkte, nachdem er am Vortag dank nachlassender Sorgen um die Finanzierungsmöglichkeiten der Banken noch 0,2 Prozent zugelegt hatte. Der MDax büßt 0,8 Prozent auf 7944 Punkte ein und der TecDax sinkt um 1,1 Prozent auf 726 Punkte.

          Händlern zufolge zeigten die jüngsten Zahlen aus China, dass sich dort das zuletzt rapide Wirtschaftswachstum verlangsamt hat. Zudem schauten die Märkte bereits auf den am Freitag anstehenden amerikanischen Arbeitsmarktbericht für Juni. Nach Einschätzung von Analyst Ben Potter von IG Markets dürften am Nachmittag noch amerikanischen Konjunkturzahlen wie etwa der ISM Index und Daten zum amerikanischen Immobilienmarkt für Impulse sorgen.

          An der Wall Street hatte der Dow Jones am Vortag seine Talfahrt fortgesetzt und knapp ein Prozent verloren. Der Future auf den Dow Jones Industrial Average (DJIA) büßte seit dem Xetra-Schluss am Vortag 1,55 Prozent ein. In Tokio verbuchte der Nikkei-225-Index einen Verlust von mehr als 2 Prozent.

          Zu den größten Verlierern im Dax zählen die Autowerte. BMW und Daimler geben um 1,8 beziehungsweise 1,6 Prozent nach. „Diese Titel sind besonders konjunkturabhängig und daher in unsicheren Zeiten weniger gefragt,“ sagt ein Händler.

          Rentenmärkte tendieren wenig verändert

          Der deutsche Rentenmarkt tendiert am Donnerstag wenig verändert. Der richtungweisende Terminkontrakt auf die zehnjährige Bundesanleihe, der Bund-Future, gewinnt 2 Basispunkte auf 129,42 Prozent, der kürzer laufende verliert Bobl-Future 7 Basispunkte auf 120,84 Prozent.

          Die schwachen asiatischen Aktienmärkte und gute Vorgaben der amerikanischen Treasuries stützen laut HSH Nordbank den Anleihemarkt. „Das Hauptaugenmerk wird sich am Vormittag auf das ablaufende 12-Monatsgeschäft der EZB und den heute anstehenden 6-Tages-Tender richten“, heißt es in einer Tagesvorschau.

          Euro schwächelt wieder mit steigender Risikoaversion

          Die Erholung des Euro ist ins Stocken geraten. Beim Übergang in den europäisch geprägten Handel am Donnerstagmorgen notiert die Einheitswährung deutlich unter den Hochständen vom Vortag, wenngleich sich der Euro über dem Niveau von 1,22 Dollar hält. Damit scheint die Euphorie nach der nur geringen Nachfrage der Banken nach dem Dreimonatstender der Europäischen Zentralbank (EZB) bereits wieder verflogen. Stattdessen rückt wieder die Sorge um die weitere Entwicklung der Weltwirtschaft in den Vordergrund.

          Anleger befürchten, dass es China nicht gelingen wird, eine weiche Landung der Wirtschaft zu generieren. Auch ein besser als erwarteter Tankan-Bericht aus Japan kann da nicht helfen und die Entscheidung von Moody's, das Bonitätsrating Spaniens zu überprüfen, drückt ebenso auf die Stimmung.

          Konjunktursorgen lasten auf Asiens Aktienmärkten

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