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Niedrige Zinsen : Deutsche Lebensversicherer stoßen Anleihen ab

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Für die deutschen Lebensversicherer sind die niedrigen Zinsen zunehmend ein Problem. Bild: dpa

Die Lebensversicherer machen zunehmend Kasse, um einmal gemachte Zinsversprechen zu erfüllen. FDP-Politiker Frank Schäffler sagt, wo der Haken daran ist.

          Die deutschen Lebensversicherer verkaufen aufgrund der niedrigen Zinsen zunehmend Anleihen aus ihren Beständen. Insgesamt würden in diesem Jahr voraussichtlich Zinspapiere im Wert von rund 14,5 Milliarden abgegeben, berichtet der „Focus“ und beruft sich auf eine Antwort des Bundesfinanzministeriums auf eine Anfrage der FDP-Fraktion. Im vergangenen Jahr hätten die entsprechenden Erlöse noch ungefähr 10,4 Milliarden Euro betragen.

          Die Lebensversicherer müssen frühere Zinsversprechen an Altkunden erfüllen und können dies auf dem aktuellen Zinsniveau mit sicheren Staatsanleihen nur schwer erreichen – sowohl in Europa als auch in den Vereinigten Staaten rentieren Staatsschuldtitel nach wie vor merklich unter den Niveaus aus der Zeit vor der Finanzkrise.

          Der Verkauf von Anleihen aus den Beständen kann darum helfen, die gemachten Zusagen zu erfüllen. Zumal ältere Anleihen mit höherem Zinskupon im Wert gestiegen sind. Der FDP-Finanzpolitiker Frank Schäffler warnte allerdings, der Verkauf von Tafelsilber bringe nur Zeit. Langfristig verschärfe sich das Problem, da die hoch verzinsten Anleihen so zunehmend gegen neue, niedriger verzinste Papiere getauscht würden.

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