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Deutsche Börse : Der Aktienmarkt erholt sich leicht

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Blick in den Handelssaal der Frankfurter Börse Bild: obs

Nach den Kursverlusten der vergangenen Tage zeigt sich die Aktienbörse am Mittwoch freundlich. Irgendwie scheinen die Anleger keine Lust mehr auf Verkäufe zu haben.

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          Die Anleger am Aktienmarkt scheinen des Kursrutsches der vergangenen Tage müde. Nachdem am Vorabend noch an der Wall Street Aussagen von Moderna-Chef Bancel, dass er gehe davon aus, dass die gegenwärtigen Corona-Impfstoffe wahrscheinlich nicht so wirksam gegen die neue Omikron-Variante seien, auf die Kurse gedrückt hatten, sah es schon in Asien etwas besser aus.

          Die deutsche Börse griff die Vorlage gern auf, die aber vor allem von einer deutlich positiven Tendenz der Terminkontrakte auf den amerikanischen Aktienmarkt getragen wird, die ein Plus von einem Prozent für den S&P-500-Index anzeigen.

          Jedenfalls gewinnt der mit 100 Werten den deutschen Markt breit abbildende F.A.Z.-Index zur Mittagszeit 1,7 Prozent auf 2709 Punkte hinzu und erholt sich somit etwas von den Kursverlusten seit Mitte November, die sich bis Dienstag auf 4,5 Prozent summiert hatten. Der Standardwerteindex Dax legt 1,5 Prozent auf 15.322 Zähler zu. Dieser hatte bis Dienstag rund 7 Prozent verloren.

          F.A.Z.-Index

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          Aussagen von Fed-Chef Jerome Powell, wonach die Wertpapierkäufe der amerikanischen Notenbank schneller zurückgeführt werden könnten als zunächst geplant und die Inflation nun doch nicht transitorisch sei, seien wohl eingepreist gewesen, sagte Marktexperte Andreas Lipkow von Comdirect. Die Fonds-Manager der Privatbank Merck Finck sehen den Omikron-Schock als Einstiegsgelegenheit, Anleger sollten beim Aufbau von Positionen aber selektiv vorgehen.

          Gefragt sind vor allem Aktien von konjunkturabhängigen Unternehmen wie  Covestro oder Volkswagen von ihren Verlusten mit Aufschlägen von mehr als 3 Prozent. Daimler gewinnen ähnlich stark hinzu. Seit diesem Mittwoch ist das Geschäft mit Lastwagen und Bussen unabhängig. Der Börsengang der Truck-Sparte ist am 10. Dezember geplant. SAP legen 1,7 Prozent zu. Ein überraschend schwacher Ausblick des Konkurrenten Salesforce für das laufende Quartal wirkte nicht zusätzlich negativ.

          Der stark unter Druck stehende Immobilienkonzern Adler Group kommt mit seinen geplanten Anteilsverkäufen weiter voran. Die Tochter Brack Capital Properties (BCP) soll an den Konkurrenten LEG Immobilien gehen. Dieser hat sich bereits knapp 31 Prozent gesichert. Am Vortag war der Kurs der Adler-Aktien um mehr als ein Fünftel auf ein Rekordtief eingebrochen. Bei einer Investorenkonferenz hatte das Unternehmen keine Fragen zugelassen. Neuigkeiten zu den Vorwürfen des Leerverkäufers Fraser Perring gab es nicht, was Anleger verunsicherte. Am Mittwoch nun steigt der Kurs wieder um mehr als 20 Prozent.

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