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Neue Finanzkrise? : Die Börse als stabiler Anker

  • -Aktualisiert am

Fallende Kurse, höhere Risiken: Die Banken müssen bei der Börse viel mehr Sicherheiten hinterlegen. Bild: dpa

Die Deutsche Börse ist mehr als nur ein Unternehmen. Sie soll auch helfen eine neue Krise an den Finanzmärkten zu verhindern.

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          Die Deutsche Börse hat mit ihren jüngsten Quartalszahlen niemanden vom Hocker gerissen. Das wird am Aktienmarkt in seiner täglichen Aufgeregtheit sogleich mit Kursabschlägen quittiert. Wer einen Schritt zurücktritt, kann im Zahlenwerk der Börse aber viel Positives lesen.

          Die Börse als wichtiger Finanzinfrastruktur-Anbieter in Deutschland funktioniert tadellos. Ereignisse aus der Finanzkrise sollen sich nicht wiederholen, als sich in verborgenen außerbörslichen Welten unfassbare Risiken auftürmten, die sich am Ende nur zu Lasten des Steuerzahlers wieder einfangen ließen. Mittlerweile sind die Risiken transparenter, weil in viel mehr Geschäfte die öffentliche Börse involviert sein muss. Es zeigt sich: Corona ist nicht ohne Risiken für die Finanzwelt. Aber die Risiken sind wenigstens ablesbar.

          Wertpapiere im Gegenwert von 138 Milliarden Euro mussten Finanzakteure als Sicherheit bei der Börse hinterlegen. Wegen der durch die Corona-Krise drastisch gestiegenen Risiken sind das 60 Milliarden mehr als noch zu Jahresbeginn. Dazu 50 statt 30 Milliarden Euro in Bardepots. Damit verdient die Börse nicht viel Geld. Es zeigt aber ihre wichtige Funktion, die sie als Stabilitätsanker in der Finanzbranche erfüllt.

          Daniel Mohr

          Redakteur in der Wirtschaft der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung.

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