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Börsenchef Weimer im Gespräch : „Bei Wirecard fällt mir nur ein: Gier frisst Hirn“

Theodor Weimer, Vorstandsvorsitzender der Deutschen Börse Bild: Helmut Fricke

Steht die Aktienkultur in Deutschland vor dem Durchbruch? Börsenchef Theodor Weimer spricht im Interview über die Folgen aus dem Wirecard-Debakel, einen noch breiteren Dax – und die Frage, wie viel Hausmannskost die Börse verträgt.

          7 Min.

          Herr Weimer, die Aktienrente hat es in den Koalitionsvertrag geschafft. Steht die Aktienkultur in Deutschland jetzt vor dem großen Durchbruch?

          Daniel Mohr
          Redakteur in der Wirtschaft der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung.
          Inken Schönauer
          Redakteurin in der Wirtschaft, verantwortlich für den Finanzmarkt.

          Selten standen die Chancen besser. Aber jetzt muss auch geliefert werden. Die Tatsache, dass die Aktienrente im Koalitionsvertrag steht, heißt noch lange nicht, dass sie auch wirklich kommt.

          Warum so pessimistisch?

          Nein. Ich bin verhalten optimistisch. Die Politik kann und muss jetzt gestalten. Es geht um Teilhabe am wirtschaftlichen Erfolg aus unternehmerischer Tätigkeit. Beim Thema Rente haben diejenigen einen Vorteil, die ohnehin schon bessergestellt sind. Generell muss der Zugang zu Produktivkapital erleichtert werden. Das wird mit der anhaltenden Niedrigzinsphase und der fortschreitenden Überalterung der Gesellschaft zum Muss.

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