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Deutsche Börse AG : Weg für den Börsengang ist frei

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Wie erwartet haben die Aktionäre dem Gang der Deutschen Börse AG an den Kapitalmarkt zugestimmt. Wie die damit entstehende „Akquisitionswährung“ genutzt wird, ist noch offen.

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          Die Aktionäre der Deutschen Börse haben erwartungsgemäß dem Gang der Gesellschaft an den Kapitalmarkt zugestimmt. Vorstandschef Werner Seifert will mit dem Börsengang auch eine Akquisitionswährung für die angestrebte Konsolidierung in der europäischen Börsenlandschaft gewinnen.

          Die Deutsche Börse wird von dem Konsortialführer Deutsche Bank mit rund 3,6 Milliarden Euro bewertet. Etwa 30 Prozent des Kapitals der Börse sollen an den Markt gebracht werden. Die Börse hatte ursprünglich einen Aktiensplitt im Verhältnis 1:13 geplant, der jedoch gestrichen wurde. Damit dürften die Papiere zu einem Preis von bis zu 360 Euro je Stück ausgegeben werden. Die Zeichnungsfrist für die Aktien beginnt am kommenden Dienstag, am 5. Februar ist die Erstnotiz der Papiere geplant. Die Aufnahme der Aktien in den Amtlichen Handel ist für Anfang Februar vorgesehen.

          Systemkonsolidierung vor Fusionen

          Seifert sagte, bei der Konsolidierung der europäischen Finanzmärkte hätten sich die Schwerpunkte verschoben. Aufgrund der Schwierigkeiten bei den jüngsten Fusionen richte sich die Aufmerksamkeit der Marktteilnehmer mittlerweile stärker auf ein Zusammenwachsen der Clearing- und Abwicklungssysteme. Die europäischen Börsen könnten sich zum Beispiel auf eine gemeinsame Systeminfrastruktur einigen oder gemeinsame Systemhäuser gründen.

          Mit seinen Äußerungen über die Systemkonsolidierung zog Seifert offenbar auch Konsequenzen aus dem Scheitern des Versuchs der Börsen in Frankfurt und London im vergangenen Jahr, sich zur „Superbörse iX“ zusammenzuschließen. „Unser iX-Projekt zusammen mit der London Stock Exchange war vermutlich der vorerst letzte Versuch, zwei dominante Börsengesellschaften auf dem Wege eines kooperationsartigen Zusammenschlusses zu integrieren", räumte der Börsenchef ein.

          Die Deutsche Börse AG liegt überwiegend in den Händen der Großbanken. Rund 20 Prozent halten zudem die Maklerschaft und die deutschen Regionalbörsen.

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