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Tim Kanning (kann.)

Zahlen der Deutschen Bank : Sewing muss Kurs halten

  • -Aktualisiert am

Die Deutsche-Bank-Zentrale in Frankfurt. Bild: Reuters

Die Börse reagiert enttäuscht auf die Zahlen der Deutschen Bank. Das liegt auch daran, dass sie bei den Kostensenkungen schludert.

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          Die Botschaft von Deutsche-Bank-Chef Christian Sewing an seine Mitarbeiter ist eindeutig: „Wir dürfen auf unserem disziplinierten Weg kein bisschen nachlassen“, schrieb er am Mittwoch in einem Brief an seine Belegschaft. „Lassen Sie uns nicht den Fehler aus vergangenen Zeiten wiederholen: dass wir an Tempo verlieren, wenn wir gerade wieder in der Spur sind.“ So weit, so klar.

          Doch die nun vorgelegten Zahlen für das dritte Quartal zeigen, dass Sewing selbst an einigen Stellen die im Sommer 2019 eingeschlagene Spur schon wieder verlässt. Vor allem bei den Kosten lässt der Eifer nach. Von dem einstigen Ziel, die Belegschaft auf 74.000 Mitarbeiter zu verkleinern, hat sich die Bank schon verabschiedet. Bei aktuell 84.500 Beschäftigten hat sie zuletzt unterm Strich schon wieder mehr als 700 neue Mitarbeiter eingestellt. Die Kosten für den Umbau der Bank musste sie gerade noch einmal um 700 Millionen Euro nach oben schrauben. Für all das mag es gute Gründe geben.

          Doch eines ist klar: Dass Investoren und auch die Ratingagenturen seit dem großen Strategieschwenk wieder mehr Vertrauen in die Deutsche Bank gewonnen haben, liegt vor allem daran, dass Sewing seinen Umbau bislang erstaunlich konsequent durchgezogen hat. Davon sollte er sich nicht abbringen lassen.

          Tim Kanning
          Redakteur in der Wirtschaft.

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