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Umstrukturierung : Deutsche Bank plant offenbar „Bad Bank“

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Deutsche-Bank-Chef Christian Sewing wolle den Plan bei der Bekanntgabe der Halbjahresergebnisse Ende Juli vorstellen. Bild: EPA

Nachdem eine Fusion mit der Commerzbank für die Deutsche Bank vom Tisch ist, plant sie nun offenbar die Einrichtung einer „Bad Bank“ – für Anlagen mit einem Volumen von bis zu 50 Milliarden Euro.

          Die Deutsche Bank plant im Zuge ihrer Umstrukturierung offenbar die Einrichtung einer sogenannten „Bad Bank“. In diese Auffangbank könnten Anlageprodukte im Volumen von bis zu 50 Milliarden Euro aufgenommen werden, berichtet die „Financial Times“ unter Berufung auf mit dem Vorhaben vertraute Personen.

          Bei den Vermögenswerten, die die „Bad Bank“ abwickeln soll, soll es sich vor allem um langlaufende Derivate handeln, etwa Zinstausch-Produkte (Swaps). Ziel sei es das Aktien- und Zinshandelsgeschäft außerhalb Europas deutlich zu verkleinern oder sogar komplett aufzugeben.Dagegen solle das besser laufende Rentenhandelsgeschäft beibehalten werden, in dem die Deutsche Bank zu den fünf größten Instituten der Welt gehört, ebenso wie das Devisenhandelsgeschäft.

          Die endgültige Entscheidung stehe noch aus. Deutsche-Bank-Chef Christian Sewing wolle den Plan bei der Bekanntgabe der Halbjahresergebnisse Ende Juli vorstellen. Von der Deutschen Bank war zunächst keine Stellungnahme zu erhalten.

          Das Geldinstitut benötigt deutliche Einschnitte im Investmentbanking, dessen Ertragsschwäche auf der Profitabilität der Bank lastet.

          DT. BANK

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