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Deutsche Bank : In der Erfolgsspur

Doppeltürme in Frankfurt: Bei der Deutschen Bank geht es wieder aufwärts. Bild: Reuters

Vorstandschef Sewing kann sich über einen Milliardengewinn freuen. Aber im Börsenwert ist das Institut noch nicht dort, wo es hingehört.

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          Der Vorstandsvorsitzende der Deutschen Bank, Christian Sewing, kann zufrieden sein: Die Zahlen im zweiten Quartal unterstreichen, dass Deutschlands größte Bank auf einem guten Weg ist, wieder den Anschluss an die internationale Konkurrenz zu finden. Dazu ist eine Rosskur mit einem Abbau von 18.000 Stellen, Filialschließungen und der Aufgabe von Geschäftsbereichen notwendig. Aber die Maßnahmen tragen Früchte. Mit einem Nettogewinn von 1,6 Milliarden Euro hat die Bank soviel verdient wie seit sechs Jahren nicht mehr.

          Dazu trägt das lange Zeit verpönte Investmentbanking entscheidend bei. Es ist gut, dass eine deutsche Bank im internationalen Kapitalmarktgeschäft vorne mitmischt. Die auf der ganzen Welt vertretenen deutschen Unternehmen wollen nicht nur auf amerikanische Adressen angewiesen sein. Auf eine europäische Investmentbank wollen deutsche Exportunternehmen auch in Zukunft zurückgreifen. Das gilt es auch mit Blick auf die immer wieder geforderte grenzüberschreitende Konsolidierung zu beachten.

          Das Wissen über Kapitalmärkte darf nicht den Wall-Street-Häusern überlassen werden. Dazu ist die Deutsche Bank in der Lage. Doch um in der Konsolidierung aus einer Position der Stärke zu agieren, muss sie im Börsenwert noch kräftig zulegen. Nicht umsonst erinnerte Sewing die Mitarbeiter an den Marathonlauf: „Bei Kilometer 30 fängt es an, besonders anstrengend zu werden.“ Auf den restlichen 12 Kilometern muss die Bank das Tempo erhöhen, wenn sie in der europäischen Konsolidierung entscheidend mitmischen will.

          Markus Frühauf
          Redakteur in der Wirtschaft.

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