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Kritik an Achleitner : Großaktionäre der Deutschen Bank fordern Stellungnahme

  • Aktualisiert am

Im Mai 2017 schien noch alles gut bei der Deutschen Bank. Seit Tagen gibt es aber Spekulationen, dass Aufsichtsratschef Paul Achleitner (r.) den Vorstandsvorsitzenden John Cryan (l.) schassen möchte. Bild: dpa

Nach den Spekulationen um die Ablösung der Vorstandsvorsitzenden der Deutschen Bank, John Cryan, melden sich gewichtige Großaktionäre des Geldhauses zu Wort. Sie wollen eine Reaktion des Aufsichtsratschefs Paul Achleitner.

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          Nach tagelanger Ungewissheit über die Zukunft von Deutsche-Bank-Chef John Cryan fordern mächtige Aktionäre eine klare Ansage von Aufsichtsratschef Paul Achleitner. „Warum ist von Achleitner nichts zu hören?“, sagte ein Vertreter eines der größten Anteilseigner des kriselnden Geldhauses, der anonym bleiben wollte, an diesem Donnerstag. Ein anderer wichtiger Aktionär äußerte sich ähnlich: Eine klarere Kommunikation wäre in der jetzigen Situation hilfreich.

          Cryan hatte am Mittwoch in einem Brief an die Belegschaft klar gemacht, dass er trotz der zähen Sanierung und einiger Rückschläge in jüngster Zeit gerne im Amt bleiben würde. Tags zuvor war allerdings durchgesickert, dass Achleitner mit der Suche nach einem Ersatz für Cryan begonnen hat, der die größte deutsche Bank seit Mitte 2015 führt.

          „Cryans Schreiben an die Mitarbeiter liest sich wie eine Bestätigung, dass er auf seinem Platz bleiben will. Aber wo ist die Unterstützung des Aufsichtsrats?“, hieß es von Seiten des Großaktionärs. „Irgendeine Form von Bestätigung wäre für die Investoren sehr hilfreich, ebenso für den Finanzmarkt insgesamt. Wir können nicht wirklich mehr tun, als das zu fordern. Aber die Tatsache, dass es bis dato keine Rückendeckung (für Cryan, Anm. der Redaktion) gibt, sagt natürlich etwas aus.“ Die Deutsche Bank wollte sich nicht zu den Forderungen der Anteilseigner äußern.

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