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Aufsichtsrat der Deutsche Bank : Die Tipps des Paul Achleitner

Verlässt im kommenden Jahr den Aufsichtsrat der Deutschen Bank: Paul Achleitner Bild: dpa

Paul Achleitner verlässt 2022 den Aufsichtsrat der Deutschen Bank. Die Suche nach seinem Nachfolger läuft. Vorher erteilt der scheidende Vorsitzende alten Traditionen noch eine Absage.

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          Paul Achleitner, der Aufsichtsratsvorsitzende der Deutschen Bank, hat alten Traditionen eine Absage erteilt. „Die Zeiten sind vorbei, in denen der Vorstandsvorsitzende wie selbstverständlich an die Spitze des Aufsichtsrats gewechselt ist“ , sagte Achtleitner in seiner Rede beim Aufsichtsratstag in Frankfurt.

          Inken Schönauer
          Redakteurin in der Wirtschaft, verantwortlich für den Finanzmarkt.

          Gerade in den Dax-Vorständen war es lange nahezu selbstverständlich, dass der ehemalige Vorstandsvorsitzende an die Spitze des Kontrollgremiums rückte. Später musste für diese Wechsel wenigstens eine mehrjährige „Abkühlungsphase“ eingehalten werden. Jüngst war der geplante Wechsel vom ehemaligen Daimler-CEO Dieter Zetsche an die Spitze des Aufsichtsrates des Automobilunternehmens umgeworfen worden. Der Plan war auf Missfallen der Aktionäre gestoßen. „In letzter Konsequenz habe ich mich entschieden, dass ich das nicht will, dass ich darauf verzichte“, hatte Zetsche der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung im Herbst 2020 gesagt.

          „Kein Kandidat wird alle Kriterien voll erfüllen können“

          Die Deutsche Bank selbst ist gerade auf der Suche nach einem Nachfolger für Achleitner, der auf der Hauptversammlung 2022 nicht zur Wiederwahl antritt. Der Vorstandsvorsitzende Christian Sewing dürfte für diesen Posten keine Ambitionen haben. Als mögliche Kandidaten gelten aber der ehemalige PwC-Deutschland-Chef Norbert Winkeljohann und der Vorstandsvorsitzende der Deutschen Börse, Theodor Weimer. Beide sitzen schon im Aufsichtsratsgremium der Deutschen Bank. Als externer Kandidat gilt immer wieder der ehemalige Bundesbank-Präsident und heutige UBS-Verwaltungsratsvorsitzende Axel Weber. Weber wird schon seit Jahren immer wieder genannt, wenn es um die Besetzung des Chefkontrolleurs bei der Deutschen Bank geht.

          Zu der Suche von Aufsichtsratsvorsitzenden sagte Achleitner, dass der Prozess auch nicht beendet sei, „wenn man das Gefühl hat, den geeigneten Kandidaten gefunden zu haben – und der auch schon signalisiert hat, diese Aufgabe übernehmen zu wollen“. Er könne versichern: „Kein Kandidat wird alle Kriterien voll und ganz erfüllen können. Es gilt also, die Person zu finden, die dem Zielbild möglichst nahe kommt.“

          Bei der Deutschen Bank ist offiziell die ehemalige Investmentbankerin Mayree Clark als Vorsitzende des Nominierungsausschusses für die Suche nach einem Nachfolger für Achleitner verantwortlich. Sie soll auch von externen Beratern und Headhuntern unterstützt werden. Das gehöre auch zu einem geordneten Suchprozess dazu, sagte Achleitner. Verbindungen seiner Aussagen zu der Bestellung von Aufsichtsräten zu dem konkreten Suchprozess bei der Deutschen Bank wollte Achleitner nicht hergestellt wissen. „Irgendwelche Parallelen zu realen Unternehmen oder Personen sind natürlich rein zufälliger Natur.“

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