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Im Fernverkehr besser geworden : Deutsche Bahn wird pünktlicher

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Die Deutsche Bahn ist pünktlicher geworden. Bild: dpa

Wer viel Bahn fährt, weiß um die nicht seltenen Verspätungen der Deutschen Bahn. Im Fernverkehr ist sie aber pünktlicher geworden. Bahn-Chef Rüdiger Grube plant derweil den nächsten Entwicklungsschritt.

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          Die Deutsche Bahn ist deutlich pünktlicher geworden. Mit einer Pünktlichkeit im Fernverkehr von 78,9 Prozent im vergangenen Jahr habe der Konzern aber sein selbstgestecktes Ziel von 80 Prozent knapp verfehlt", sagte Bahn-Chef Rüdiger Grube am  in Berlin. „Das ärgert uns selbst am meisten“, ergänzte er.

          Ein Zug gilt als pünktlich, wenn er weniger als sechs Minuten zu spät am Ankunftsort eintrifft. Im Fernverkehr stieg die Pünktlichkeit im Gesamtjahr laut Grube um 4,5 Prozentpunkte. Im Regionalverkehr waren demnach 94,8 Prozent (2015: 94,2 Prozent) der Züge pünktlich. Im Güterverkehr stieg die Quote von 72,8 Prozent auf 76 Prozent. Auch aus der Bilanz des Unternehmens gibt es Positives zu berichten.

          Die Deutsche Bahn ließ im vergangenen Jahr laut Grube den großen Verlust des Jahres 2015 hinter sich. Die „Trendwende“ sei geschafft, sagte der Bahn-Chef. „Wir haben uns wirtschaftlich erheblich verbessert.“

          So sei 2016 ein operatives Ergebnis von mehr als 1,8 Milliarden Euro erzielt worden. Genaue Zahlen legt das Unternehmen im März in seiner Jahresbilanz vor. 2015 war die Deutsche Bahn erstmals seit zwölf Jahren in die roten Zahlen gerutscht. Der Konzern musste ein Minus von 1,311 Milliarden Euro hinnehmen. Grund waren vor allem Abschreibungen auf den schlecht laufenden Güterverkehr und Kosten für den Konzernumbau.

          Die Deutsche Bahn treibt zudem das autonome Fahren auf der Schiene voran. Das Unternehmen erprobe das vollautomatische Fahren bereits in ersten Pilotprojekten und sei dabei, weitere in Deutschland auf den Weg zu bringen, sagte Bahn-Chef Rüdiger Grube. Das vollautomatische Fahren auf der Schiene sei „der nächste große Entwicklungsschritt" und „nur noch eine Frage der Zeit".

          Das autonome Fahren ist in der gesamten Verkehrsbranche das Zukunftsthema schlechthin. Automatisierte Züge haben mehrere Vorteile: Sie können schneller hintereinander fahren und so mehr Fahrgäste befördern. Zudem gelten sie als pünktlich und energieeffizient. „Vollautomatisches Fahren wird die Schiene insgesamt leistungsfähiger, verlässlicher, aber auch effizienter und wettbewerbsfähiger machen", betonte Grube.

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