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Derivate : CFDs weiter sehr beliebt

Mit CFDs lassen sich hohe Anlagesummen an der Börse bewegen. Bild: AP

CFDs waren in Deutschland auch 2021 sehr beliebt. Trotzdem möchte der Verband eine Änderung der Regulierung – und sieht seine Klientel hinter sich.

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          Derivate sind für das Gros der Privatanleger ein Thema, von dem sie sich eher fernhalten oder dem sie sogar misstrauen. Die kleine Gruppe, die dieser Anlageklasse offener gegenübersteht, nutzt eine Vielzahl von Produkten. Das bekannteste dürften CFDs (Contracts for Difference) sein, nicht zuletzt auch dank intensiver Werbung seitens der Broker. Mit CFDs, zu Deutsch Differenzterminkontrakte, lässt sich auf die Wertveränderung eines Basiswerts über einen bestimmten Zeitraum spekulieren, ohne dass dieser erworben werden muss. Auf diese Weise können mit wenig Geld hohe Anlagesummen bewegt werden.

          Martin Hock
          Redakteur in der Wirtschaft.

          Im vergangenen Jahr ist der Zuspruch nach Zahlen des CFD-Verbands weiter gestiegen. Mit einem gehandelten Rekordvolumen von 2,3 Billionen Euro wurde der Vorjahreswert um gut 200 Milliarden Euro übertroffen. Das Interesse sei konstant hoch, sagt der Verbandsvorsitzende Rafael Neustadt, und werde nicht allein durch Situationen wie den Corona-Crash im Frühjahr 2020 getrieben. Anleger hätten auch 2021 durchgängig auf CFDs gesetzt, um effizient reagieren zu können. Im ersten Quartal dieses Jahres sei mit einem Handelsvolumen von 637 Milliarden Euro abermals ein weiterer Höchstwert erreicht worden. Die Marktvolatilität sei wegen des Ukrainekriegs enorm hoch; in einem solchen Umfeld griffen Anleger besonders oft auf CFDs zurück.

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