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Geld der Zukunft : Der digitale Euro im Check

Die Europäische Zentralbank in Frankfurt am Main Bild: dpa

Die Europäische Zentralbank hat Großes vor: Eine digitale Währung soll den Menschen das Bezahlen erleichtern. Kann das funktionieren?

          4 Min.

          Fabio Panetta wählte bedeutsame Worte. Von einem „guten Tag für Europa und einem guten Tag für den Euro“, sprach der Italiener aus dem Direktorium der Europäischen Zentralbank (EZB). Und fügte in einem Blogeintrag auf der Internetseite der Zentral­bank noch hinzu: Man werde nicht davor zurückschrecken, „eine neue Seite des europäischen Fortschritts zu beschreiben“.

          Dennis Kremer
          Redakteur im Ressort „Geld & Mehr“ der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung.

          Tatsächlich klingt das, was die EZB vorhat, aus Sicht eines Normalsterblichen zunächst einmal wenig aufregend: Die Zentralbank beschäftigt sich ausnahmsweise einmal nicht mit dem Leitzins, der Inflation oder ihren Anleihekaufprogrammen, sondern mit einem Zukunftsprojekt, wie sie es nennt – dem digitalen Euro. Wie aber kann das ein Zukunftsprojekt sein? Sind es nicht wenige Menschen doch mittlerweile gewohnt, im Supermarkt beispielsweise mit dem Smartphone zu bezahlen – die Begeisterung für Bargeld hat in Deutschland in Corona-Zeiten merklich abgenommen (siehe Grafik oben). Wer aber mit dem Handy zahlt, zahlt doch längst digital. Existiert der digitale Euro also nicht schon längst?

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