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Marktbericht : Dax zeigt sich gehalten

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Der Dax ist am Donnerstag zunächst mit Kursgewinnen von bis zu einem Prozent in den Handel gestartet, gab sie allerdings rasch wieder ab. Nach der ersten Handelsstunde liegt er leicht im Minus. Zahlreiche Unternehmen aus der ersten und zweite Börsenreihe warteten bereits vor Börsenbeginn mit sehr durchwachsenen Quartalszahlen auf.

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          Der Dax ist am Donnerstag zunächst mit Kursgewinnen von bis zu einem Prozent in den Handel gestartet, gab sie allerdings rasch wieder ab. Nach der ersten Handelsstunde liegt er mit einem Minus von 0,21 Prozent bei 5.260 Zähern. Zahlreiche Unternehmen aus der ersten und zweite Börsenreihe warteten bereits vor Börsenbeginn mit sehr durchwachsenen Quartalszahlen auf.

          Im Dax gehörten die Aktien der Berichtsunternehmen zu den größten Verlierern. BASF-Aktien verloren am Indexende 5,89 Prozent auf 32,76 Euro. Die weltweite Finanz- und Wirtschaftskrise traf den Chemiekonzern wie bereits in den beiden Vorquartalen. Umsatz und Gewinn sanken kräftig. Auch für das Gesamtjahr erwartet BASF hier einen starken Rückgang. Ein Händler bewertete die Zahlen eher negativ. Der Umsatz liege zwar leicht über den Markterwartungen, doch der Gewinn vor Zinsen und Steuern (Ebit) und das Nettoergebnis hätte diese verfehlt. Die nächste charttechnische Unterstützung für das Papier liege bei 32,35 Euro.

          Für MAN-Titel ging es um 4,41 Prozent auf 46,80 Euro bergab. Der Nutzfahrzeug- und Maschinenbaukonzern rettete sich im zweiten Quartal knapp in die Gewinnzone und sieht bislang keine Zeichen für eine Verbesserung der wirtschaftlichen Situation. Ein Händler sah die Zahlen des Nutzfahrzeug- und Maschinenbaukonzerns indes in etwa im Rahmen der Erwartungen.

          Papiere von Siemens verbilligten sich um 2,12 Prozent auf 55,84 Euro. Der Mischkonzern rutschte ist im dritten Geschäftsquartal viel tiefer in die Wirtschaftskrise als befürchtet. Die Kunden orderten um 28 Prozent weniger als noch vor einem Jahr. Analysten hatten zwar mit einem Abschmelzen gerechnet, aber bei weitem nicht in dieser Größenordnung. Zum ersten Mal seit Beginn der Krise ging auch der Umsatz zurück. Durch die geringere Auslastung der Fabriken litt in der Folge der Gewinn. Dennoch hält Siemens an seinem Gewinnziel für das laufende Geschäftsjahr fest. Ein erster Händlerkommentar konstatierte durchwachsene Zahlen. Umsatz und Auftragseingang hätten unter den Erwartungen gelegen, gleichzeitig habe Siemens auf der Gewinnebene besser abgeschnitten. Die Zahlen seien vor allem durch Verkäufe getrieben worden sowie der Entwicklung im Energiegeschäft.

          Die Zahlenvorlage ließ auch Lufthansa-Aktien um 0,74 Prozent auf 9,380 Euro fallen. Die Fluggesellschaft rechnet trotz schwarzer Zahlen im zweiten Quartal nicht mit einem baldigen Ende der Branchenkrise. Für das Gesamtjahr erwartet der Vorstand einen deutlichen Umsatzrückgang und in der Frachtsparte einen operativen Verlust. Mit Sparprogrammen soll aber auf Konzernebene nach wie vor ein operativer Gewinn erreicht werden.

          Im MDax fielen Anteilsscheine von Wacker Chemie mit minus 5,46 Prozent auf 87,92 Euro ans Indexende. Abschreibungen und Umbaukosten im Halbleitergeschäft drückten den Spezialchemiekonzern im zweiten Quartal etwas tiefer als erwartet in die Verlustzone. Die Zahlen fielen laut einer ersten Händlereinschätzung gemischt aus. Umsatz und der Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) seien besser als erwartet ausgefallen, der Nettogewinn jedoch schlechter. Andererseits habe Wacker seine Prognose bestätigt und eine etwas anziehende Nachfrage im zweiten Quartal verzeichnet.

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