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Marktbericht : Dax zeigt sich freundlich

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Nach gemischten Vorgaben entwickeln sich die Kurse am deutschen Aktienmarkt am Dienstag freundlich. Der Leitindex Dax, der am Vortag auf dem höchsten Stand seit Anfang November 2008 geschlossen hatte, gewann in den ersten Minuten 0,7 Prozent auf 5.288 Punkte und setzt damit die Aufwärtsbewegung der vergangenen Tage fort.

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          Nach gemischten Vorgaben ist der deutsche Aktienmarkt am Dienstag mit leichten Gewinnen in den Handel gestartet. Der Leitindex Dax, der am Vortag auf dem höchsten Stand seit Anfang November 2008 geschlossen hatte, gewann in den ersten Minuten 0,61 Prozent auf 5.283 Punkte. Für den MDax der mittelgroßen Werte ging es um 0,77 Prozent auf 6.146 Punkte hoch. Der Technologiewerte-Index TecDax dagegen fiel um 0,4 Prozent auf 660 Zähler.

          Die europäischen Börsen haben ihre Kursrally auch am Dienstag fortgesetzt. Der EuroStoxx 50 gewann in den ersten Minuten 0,56 Prozent auf 2.615 Zähler. Der CAC-40-Index stieg um 0,55 Prozent auf 3.391 Zähler. Für den FTSE 100 ging es um 0,4 Prozent auf 4.605 Punkte nach oben.

          Zahlreiche Quartalsberichte standen im Fokus. Größte Gewinner im EuroStoxx 50 waren Aktien der Banco Bilbao Vizcaya Argentaria (BBVA), die nach Zahlen um 2,64 Prozent auf 10,515 Euro zulegten. Der Gewinn der spanischen Großbank ist zwar wegen einer höheren Risikovorsorge im ersten Halbjahr erneut gesunken. Die Erwartungen der Analysten konnte die BBVA jedoch leicht übertreffen. Aktien der Deutschen Bank sanken nach Zahlen dagegen mit minus 5,15 Prozent auf 49,35 Euro und markierten das Ende des europäischen Leitindex.

          Aktien der Deutschen Bank verloren am Dax-Ende 5,18 Prozent auf 49,335 Euro. Der deutsche Branchenprimus fuhr zwar im zweiten Quartal dank seines florierenden Investmentbankings erneut einen Milliardengewinn ein. Dennoch bleibt Bankchef Josef Ackermann vorsichtig. „Der Ausblick für das verbleibende Jahr 2009 hängt stark davon ab, wie es mit der Entwicklung der globalen Wirtschaft weitergeht“, sagte er. Beim Zinsüberschuss verfehlte die Bank zudem die Erwartungen. Händler waren geteilter Meinung. Ein Börsianer bemängelte die hohe Risikovorsorge und prognostizierte mögliche Gewinnmitnahmen. Zahlreiche Analysten fanden diverse Kritikpunkte. Die Commerzbank erwägt eine Abstufung der Titel. Der Überschuss sei zwar besser als erwartet ausgefallen, die Gewinnqualität habe allerdings enttäuscht, schrieb Analyst Michael Dunst. Die Titel der Commerzbank stiegen unbeeindruckt von den Zahlen ihres Konkurrenten um 2,90 Prozent auf 5,500 Euro.

          Die Stammaktien von Volkswagen (VW) verbilligten sich sich nach einem Bericht des „Handelsblatt“ (HB) um 0,16 Prozent auf 256,09 Euro. Dort hieß es unter Berufung auf übereinstimmende Informationen aus Finanz- und Unternehmenskreisen, der Autobauer plane eine hauptsächlich mittels Vorzugsaktien erfolgende Kapitalerhöhung. Dies solle die Vorgehensweise die wichtigen Großaktionäre bei der geplanten Kapitalmaßnahme schützen. Die VW-Vorzüge verloren deutlichere 3,07 Prozent auf 54,67 Euro.

          Titel der Lufthansa gehörten prozentual unverändert bei 9,535 Euro ebenfalls zu den Stiefkindern im Leitindex. Die führende deutsche Fluggesellschaft will die Übernahme des Konkurrenten Austrian Airlines (AUA) mit einem Monat Verzögerung doch noch zum Abschluss bringen. Man habe bei der österreichischen Übernahmekommission eine Verlängerung der Frist bis zum 31. August beantragt, teilte die Lufthansa mit. Bisher sollte das Übernahmeangebot für die AUA am 31. Juli auslaufen. Ein Händler sprach von einer „unendlichen Geschichte“.

          Dagegen ließ eine positive Studie Papiere der Deutschen Post um 2,99 Prozent auf 10,690 Euro steigen. Merrill Lynch stufte sie von „Neutral“ auf „Buy“ hoch und erhöhte das Kursziel von 10,50 auf 13,00 Euro. Die Aktie habe sich in den vergangenen zwölf Monaten schlechter als der Gesamtmarkt und der Sektor entwickelt, schrieb Analystin Samantha Gleave. Damit erscheine der Anlagehintergrund attraktiver. Auch aus fundamentaler Sicht stehe die Post solide da.

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