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Blick auf den Finanzmarkt : Dax tendiert knapp gehalten

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Der Dax hat am Mittwoch zum Handelsauftakt den dritten Handelstag in Folge Verluste verbucht. Die Spannungen in Nordafrika und dem Nahen Osten drückten weiter auf die Stimmung und trieben eine Korrektur voran, heißt es.

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          Der Dax hat am Mittwoch zum Handelsauftakt den dritten Handelstag in Folge Verluste verbucht. In den ersten Minuten sank der deutsche Leitindex um 0,37 Prozent auf 7.291,03 Punkte. Der MDax der mittelgroßen Werte gab um 0,71 Prozent auf 10.230,89 Punkte nach und der TecDax büßte 0,62 Prozent auf 893,79 Punkte ein. Die Spannungen in Nordafrika und dem Nahen Osten drückten weiter auf die Stimmung und trieben eine Korrektur voran, sagte Analyst Ben Potter von IG Markets. Zusammen mit den steigenden Ölpreisen, die Konjunktursorgen bringen dürften, habe das zu einem deutlichen Verkaufsdruck an der Wall Street gesorgt.

          Entsprechend schlecht fiel die Vorgabe aus: Der Future auf den amerikanischen Leitindex Dow Jones verlor 0,49 Prozent seit dem Xetra-Schluss am Vortag. Unterdessen band die in Gang kommende Berichtssaison die Aufmerksamkeit: Mit der Commerzbank, Fresenius und Fresenius Medical Care (FMC) legten allein aus dem Dax drei Unternehmen Zahlen vor. Am Nachmittag könnten zudem einige amerikanische Daten etwa vom Immobilien- und Ölmarkt neue Impulse geben.

          Die Aktien der Commerzbank legten an der Dax-Spitze um 1,40 Prozent auf 6,306 Euro zu. Das teilverstaatlichte Institut hat 2010 wie erwartet einen Milliardengewinn erwirtschaftet und die Erwartungen der Analysten sogar ein wenig übertroffen. Im laufenden Jahr will die Commerzbank einen Teil der Staatsgelder zurückzahlen und den operativen Gewinn deutlich steigern. Dazu sollen die Kosten sowie die Risikovorsorge weiter sinken. Einer Händlereinschätzung zufolge fielen die Zahlen „auf allen Ebenen besser als erwartet“ aus. Zudem sei die Bank gut in das neue Jahr gestartet. Von einem anderen Händler hieß es, die jüngst relativ gute Entwicklung der Aktien setze sich im Kielwasser der Bilanzvorlage fort.

          Die Zahlen des Medizinkonzerns Fresenius fielen laut ersten Händlereinschätzungen „wie erwartet“ aus, was die Aktien um 0,70 Prozent auf 63,440 Euro vorrücken ließ. Der Konzern konnte im vergangenen Jahr Umsatz und Gewinn steigern und rechnet 2011 ebenfalls mit Wachstum. Insgesamt liege das Zahlenwerk aber im Rahmen dessen, was der Markt für das Unternehmen vorhergesagt hatte. Ein Börsianer fügte hinzu, dass Fresenius ein sehr transparentes Unternehmen sei, das eine „offene“ Unternehmenspolitik verfolge. Die Zahlen der Dialysetochter Fresenius Medical Care (FMC) seien indes „zum Teil besser als erwartet“ ausgefallen. Vor allem die Gewinne sähen „sehr stark“ aus, kommentierte ein Börsianer. Die Umsätze seinen hingegen leicht hinter den Schätzungen zurückgeblieben. Die Papiere gewannen 0,77 Prozent auf 47,840 Euro.

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