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Dax und Dow : Börsen ringen um Erholung

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Händler an der Wall Street Bild: AFP

In Europa haben staatliche Rettungspakete und Hilfsaktionen der Notenbanken Anleger zurück an die Börse gelockt. Die amerikanische Wall Street startete jedoch nur mit einem schwachen Plus.

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          Während der deutsche Aktienindex Dax am Freitag mit einem deutlichen Plus von vorübergehend bis zu 6 Prozent in den Handelt gestartet war, haben sich die amerikanischen Aktienmärkte am Freitag der Erholungstendenz an den europäischen und asiatischen Börsen zunächst nicht angeschlossen. Tendierten die Kurse an der Technologiebörse Nasdaq noch mehrheitlich freundlich, bewegten sich die meisten Aktien an der Wall Street moderat im Minus.

          Der Leitindex Dow Jones Industrial verlor im frühen Handel zuletzt 0,16 Prozent auf 20.054 Punkte. Der marktbreite S&P 500 fiel um 0,66 Prozent auf 2393 Punkte. Der technologielastige Nasdaq 100 stieg dagegen um 0,78 Prozent auf 7345 Punkte.

          In Europa lockte die Hoffnung auf eine Eindämmung der wirtschaftlichen Coronavirus-Folgen viele Anleger wieder an die Finanzmärkte zurück. „Angst ist kein Dauerzustand – weder an den Märkten, noch allgemein im Leben“, sagte Mark Dowding, Chef-Anleger des Vermögensverwalters BlueBay. „Wir befinden uns in einer Übergangsphase und werden zur Normalität zurückkehren.“ Die Frage sei nur, wann.

          Dax und EuroStoxx50 lagen am Freitagnachmittag etwas weniger im Plus als am Vormittag, aber immer noch um jeweils etwa vier Prozent bei 8960 beziehungsweise 2553 Punkten. Der Index für die von der Pandemie besonders hart getroffene Touristik-Branche legte zeitweise knapp zehn Prozent zu, so stark wie nie.

          DOW JONES

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          In den vergangenen Wochen hatten Zentralbanken weltweit die Zinsen gesenkt und billionenschwere Wertpapierkäufe angekündigt, um die wirtschaftlichen Folgen der Coronavirus-Pandemie abzufedern. Parallel dazu schnürten Regierungen Hilfspakete für die Unternehmen ihres jeweiligen Landes. Dennoch müsse in den kommenden Wochen mit neuen Kursturbulenzen gerechnet werden, warnte Stephen Innes, Chef-Anlagestratege des Brokerhauses Axicorp. Schließlich drohe wegen der Beschränkung des öffentlichen Lebens eine Pleitewelle von Unternehmen.

          Die Restaurantkette Vapiano ist bereits zahlungsunfähig. Die seit längerem angeschlagene deutsche Restaurant-Kette sieht sich als Opfer der Ausgangsverbote und beschnittenen Öffnungszeiten. Die Aktie stürzte um mehr als 70 Prozent ab und war mit 0,32 Euro so billig wie noch nie.

          Hausverkäufe in Amerika

          Laut am Freitag veröffentlichter Daten sind in Amerika die Verkäufe bestehender Häuser im Februar unerwartet stark gestiegen. Im Vergleich zum Vormonat hätten sie um 6,5 Prozent zugelegt, wie die Maklervereinigung National Association of Realtors am Freitag in Washington mitteilte. Dies ist der stärkste Zuwachs seit Februar 2019.

          Analysten wurden vom Ausmaß des Anstiegs überrascht. Sie hatten im Mittel nur mit einem Zuwachs um 0,9 Prozent gerechnet. Im Vormonat waren die Verkäufe noch um revidierte 2,0 Prozent gesunken. Zunächst war ein Rückgang von 1,3 Prozent ermittelt worden.

          Auf das Jahr hochgerechnet wurden im Februar 5,77 Millionen Häuser verkauft. Analysten hatten im Schnitt mit 5,51 Millionen gerechnet. Die Bestandsverkäufe sind von hoher Bedeutung für den amerikanischen Immobilienmarkt. Sie machen etwa 90 Prozent des gesamten Transaktionsvolumens aus.

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