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Deutscher Aktienindex : Dax überschreitet erstmals Marke von 15.000 Punkten

  • Aktualisiert am

Der Dax steigt derzeit in ungeahnte Höhen (Archivbild). Bild: dpa

In der Hoffnung auf eine kraftvolle Erholung der Wirtschaft von den Folgen der Coronavirus-Pandemie decken sich weitere Anleger mit deutschen Aktien ein. Der Dax übersprang am Dienstag erstmals die Hürde von 15.000 Punkten.

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          In der Hoffnung auf eine kraftvollere Erholung der Wirtschaft von den Folgen der Coronavirus-Pandemie decken sich weitere Anleger mit deutschen Aktien ein. Der Standardwerteindex Dax übersprang am Dienstag erstmals die Hürde von 15.000 Punkten und stieg um 1,4 Prozent auf ein Rekordhoch von 15.021,13 Zählern.

          Mut machten Investoren vor allem die raschen Massen-Impfungen in den Vereinigten Staaten und die billionenschweren Konjunkturprogramme des neuen amerikanischen Präsidenten Joe Biden, sagten Börsianer. Zusätzlichen Rückenwind erhielten die Börsen von den Versprechen der großen Notenbanken, auch bei einer anziehenden Inflation die Zinsen vorerst niedrig halten zu wollen.

          Die Stimmung der amerikanischen Konsumenten wiederum hat sich im März aufgehellt. Das Barometer für die Verbraucherlaune kletterte auf 109,7 Punkte von revidiert 90,4 Zählern im Februar, wie das Institut Conference Board
          am Dienstag unter Berufung auf seine Umfrage mitteilte. Dies ist das höchste Niveau seit Ausbruch der Pandemie.

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          Zuvor befragte Ökonomen hatten nur mit einem Anstieg auf 96,9 Punkte gerechnet. Die Verbraucher sehen ihre aktuelle Lage günstiger und die Aussichten weit optimistischer als zuletzt. Doch noch immer ist das Niveau der Verbraucherstimmung noch nicht annähernd auf dem Stand von vor Ausbruch der Krise: Im Februar 2020 lag das Barometer bei 132,6 Zählern.

          Zugleich gab es auch aus Europa erfreulicher als erwartet ausgefallene Konjunkturzahlen. Das für die Währungsunion ermittelte Barometer „Economic Sentiment Index“ – kurz ESI – legte im März um 7,6 Zähler auf 101,0 Punkte zu, wie aus den am Dienstag veröffentlichten Daten der EU-Kommission hervorgeht. Fachleute hatten im Schnitt mit einem Anstieg auf 96 Punkte gerechnet.

          Der Optimismus legte durch die Bank in den einzelnen Wirtschaftsbereichen zu – von den Dienstleistern, über den Einzelhandel bis hin zum Bau und zur Industrie. Auch die Verbraucherstimmung hellte sich auf. Damit liegt das Barometer erstmals seit Ausbruch der Corona-Pandemie wieder über dem langjährigen Durchschnitt, wobei sich insbesondere der deutlich gestiegene Optimismus in Deutschland bemerkbar machte.

          Dies war zuletzt auch am Geschäftsklimaindex des Münchner Ifo-Instituts abzulesen, der auf den höchsten Stand seit Juni 2019 stieg. Die Wirtschaft in der Währungsunion ist einer jüngsten Umfrage des Instituts IHS Markit zufolge im März wieder in die Wachstumsspur zurückgekehrt. Im letzten Quartal 2020 war das Bruttoinlandsprodukt (BIP) noch um 0,7 Prozent geschrumpft.

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