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Börse nach der Wahl : Der Dax steigt, die Unsicherheit bleibt

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An der Frankfurter Börse geht es hin und her. Bild: Finn Winkler

Der deutsche Leitindex ist im Tagesverlauf wieder ins Positive gedreht. Trotz der Hängepartie in Amerika. Doch die Sorgen der Börsianer sind nicht verflogen.

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          Der deutsche Aktienindex Dax hat am Mittwochnachmittag ungeachtet des weiter ungewissen Wahlausgangs in den Vereinigten Staaten merklich angezogen. Dabei hatten sich die Börsianer genau vor diesem Szenario einer Hängepartie mit einem sich hinziehenden Wahlergebnis und möglichen juristischen Anfechtungen gefürchtet, weil die Unsicherheit im Markt dadurch eher noch steige.

          Doch der Dax schüttelte seine Anfangsverluste am Mittwoch ab und gewann zuletzt 1,12 Prozent auf 12 223,89 Punkte. Für den M-Dax der mittelgroßen Werte sah es mit plus 1,83 Prozent auf 27 058,31 Punkte noch besser aus. Der Euro Stoxx 50 als Leitbarometer der Eurozone gewann ein Prozent. Marktteilnehmer rechnen gleichwohl mit stärker schwankenden Aktienmärkten, sollten die politischen Verhältnisse in den Vereinigten Staaten vorerst unklar bleiben.

          Vonovia legen zu

          Derweil ging in Deutschland die Berichtssaison weiter mit den Zahlen der Dax-Konzerne Vonovia und BMW. Beim Immobilienkonzern Vonovia lobten Börsianer sowohl die Quartalszahlen als auch den 2021er-Ausblick, der noch besser sei als die bereits optimistischen Erwartungen. Die Papiere gewannen mehr als drei Prozent. Die BMW-Zahlen kamen bei Analysten ebenfalls gut an, nach anfänglichen Verlusten notierten die Papiere am Nachmittag im steigenden Dax auch im Plus mit 1,3 Prozent.

          Generell zeigten defensive Werte und die Profiteure der Corona-Pandemie Stärke. Als Top-Werte im Dax gewannen die Papiere des Dialyseanbieters Fresenius Medical Care (FMC) sechs Prozent und jene des Essenslieferdienstes Delivery Hero drei Prozent. Im M-Dax rückten die Titel des als Krisengewinner geltenden Online-Modehändlers Zalando nach Zahlen auf ein Rekordhoch vor, zuletzt verteuerten sie sich um fast dreieinhalb Prozent.

          Der Euro kostete am Nachmittag 1,1717 US-Dollar. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs am Dienstag auf 1,1702 Dollar festgesetzt. Am Rentenmarkt sank die Umlaufrendite von minus 0,63 Prozent am Vortag auf minus 0,65 Prozent. Der Rentenindex Rex stieg um 0,11 Prozent auf 146,69 Punkte. Der Bund-Future kletterte um 0,11 Prozent auf 176,23 Punkte.

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