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Blick auf den Finanzmarkt : Dax tendiert leicht freundlich

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Mit Zahlen der Deutschen Bank im Fokus ist der deutsche Aktienmarkt am Donnerstag überwiegend freundlich gestartet. Die Stabilisierung der amerikanischenBörsen im späten Handel liefere gute Gründe für eine leicht positive Eröffnung, hatte es schon im Vorfeld geheißen. Nach „guten“ Unternehmenszahlen kommt es nicht selten zu Gewinnmitnahmen.

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          Mit Zahlen der Deutschen Bank im Fokus ist der deutsche Aktienmarkt am Donnerstag überwiegend freundlich gestartet. Der Dax stieg in den ersten Handelsminuten um 0,23 Prozent auf 5685 Zähler. Der MDax stand mit 0,02 Prozent auf 7674 Punkte knapp im Minus, der TecDax gewann 0,11 Prozent auf 823 Zähler.

          Die Zahlen der Deutschen Bank wurden gemischt aufgenommen, die Aktie verlor als einer der schwächsten Werte im Dax 0,63 Prozent auf 45,53 Euro. Während ein Börsianer den überraschend hohen Nettogewinn feierte, verwiesen andere auf den Sondereffekt, der für das deutlich höhere Ergebnis verantwortlich sei. Das Vorsteuerergebnis liege unter den Prognosen. Auch die Dividende verfehle zumindest die am Markt herumgereichten Flüsterschätzungen, was aber nicht eindeutig negativ sei.

          Unterdessen profitierten Titel der Deutschen Börse von einer positiven Studie und kletterten um 1,38 Prozent auf 47,89 Euro. Die Analysten der Deutschen Bank hatten die Aktien von „Hold“ auf „Buy“ hochgestuft. Die wieder positive Handelsaktivität im Januar sei ein Impulsgeber für die Aktien, hieß es zur Begründung. Zudem verbessere das Management weiterhin die Effizienz und die Finanzstruktur. Die Kaufempfehlung spiegele das langfristige Potential des Börsenbetreibers wider.

          Für Aktien der Software AG ging es nach Zahlen um 2,59 Prozent auf 81,68 Euro runter. Ein Händler sah die Erwartungen übertroffen - bis auf den Überschuss, der lediglich im Rahmen gelegen habe. „Allerdings klingt der Ausblick etwas gemischt. Die Umsatzprognose hört sich etwas besser an, während die Gewinnziele ein wenig schwächer klingen“, sagte er am Morgen.

          Deutlich unter Druck kamen die Titel von SMA Solar, die mit minus 4,70 Prozent auf 82,80 Euro die rote Laterne im TecDax übernahmen. Das Solar-Unternehmen hatte seinen Finanzvorstand, Pierre-Pascal Urbon, wegen eines Ermittlungsverfahrens im privaten Bereich bis auf weiteres beurlaubt. Mit dem Schritt solle jede erdenkliche negative Auswirkung auf die SMA vermieden werden. „Auch wenn es eine private Angelegenheit zu sein scheint, dürfte es negative Auswirkungen auf den Kurs haben, bis der Hintergrund des Verfahrens nicht bekannt ist“, sagte ein Händler.

          Deutsche Anleihen: Kursverluste vor EZB-Zinsentscheidung

          Am deutschen Anleihenmarkt sind die Festverzinslichen am Donnerstag mit der Aussicht auf freundliche Aktienmärkte mit Verlusten in den Handel gestartet. Der richtungsweisende Euro-Bund-Future fiel im frühen Handel um 0,14 Prozent auf 123,07 Punkte. Die Rendite der zehnjährigen Bundesanleihe lag bei 3,235 Prozent. Von der Zinsentscheidungen der Europäischen Zentralbank (EZB) und der Bank of England am frühen Nachmittag erwarten Experten keine nennenswerte Impulse für den Handel am Rentenmarkt. Allenfalls dürften Aussagen des EZB-Chefs Jean-Claude Trichet auf der anschließenden Pressekonferenz zur angespannten Haushaltslage Griechenlands das Interesse der Anleger auf sich ziehen. Beim Auftritt vor der Presse wird Trichet nach Einschätzung der Landesbank Hessen-Thüringen insgesamt bemüht sein, keine „Zinserhöhungsfantasien zu schüren“.

          Euro fällt vor EZB-Zinsentscheidung unter 1,39 Dollar

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