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Wegen Nasdaq-Einbruch : Dax startet nach Tech-Schock mit schwarzer Null

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Buntes Börsenbanner mit Bulle und Bär Bild: dpa

Dem deutschen Aktienmarkt bleibt ein Einbruch wie an der Wall Street offenbar zunächst erspart. Die offene Frage für Anleger ist, ob die Börsen sich nur in einer Korrektur befinden oder auf einen stärkeren Rückschlag zusteuern.

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          Nach dem erdrutschartigen Ausverkauf am amerikanischen Aktienmarkt, insbesondere an der New Yorker Tech-Börse Nasdaq, ist der deutsche Leitindex am Mittwoch verhalten in den Tag gestartet. Zu einem großen Einbruch wie an der Wall Street kam es zwar nicht, doch mit einem Mini-Plus von 0,7 Prozent hielt sich der Dax nur knapp über der Marke von 13.000 Punkten.

          Störfeuer für die Börsen

          Nach dem fortgesetzten Ausverkauf bei den amerikanischen Tech-Werten sei die Stimmung fragil, sagte Analyst David Madden von CMC Markets. Auch Pläne von Amerikas Präsident Donald Trump, die Beziehungen mit China weiter zurückzufahren, sind potentielle Störfeuer für die Börsen. Gut für den hiesigen Aktienmarkt ist hingegen der wieder etwas schwächere Euro, der sich positiv auf die Nachfrage nach Waren außerhalb der Eurozone auswirken kann.

          Einen Einbruch verzeichnete allen voran der Aktienkurs des Elektroautoherstellers Tesla mit einem Verlust von 21 Prozent. Der Index der Technologiebörse Nasdaq schloss am Dienstag mit einem Minus von 4,7 Prozent auf 11.068 Punkten. Die Rekordjagd an der Wall Street ist damit schlagartig beendet.

          Korrektur oder Crash?

          „Bisher gibt es keine Antwort auf die aktuell am häufigsten gestellte Frage: Es bleibt offen, ob wir uns in einer normalen Korrektur befinden oder am Auftakt des zweiten großen Sell-offs in diesem Jahr“, erklärte Portfoliomanager Thomas Altmann von QC Partners. In der Vorwoche hatte es mit dem Anstieg auf 13.460 Punkten noch nach einem Vorstoß in alte Rekordhöhen aus dem Februar ausgesehen.

          NASDAQ 100

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          Der scharfe Einbruch der Technologiewerte an der Nasdaq bremste diesen jedoch aus. „Der Nasdaq 100 hat innerhalb von nur vier Handelstagen um gut 11 Prozent korrigiert“, so Altmann weiter. „Angesichts der vorherigen Rally halte ich das jedoch für wenig überraschend und definitiv für gesund.“ Die Nervosität der Anleger sei jedoch gestiegen, und es sei aktuell kaum jemand bereit, langfristige Positionen einzugehen.

          Ein Stimmungsdämpfer ist zudem eine Meldung aus Großbritannien: Der Pharmakonzern Astrazeneca hat die klinische Studie für seinen Corona-Impfstoff vorsorglich gestoppt, nachdem bei einem der Teilnehmer gesundheitliche Probleme aufgetreten sind.

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