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Blick auf den Finanzmarkt : Dax im Plus

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Die Anleger am deutschen Aktienmarkt sind mit Enthusiasmus in die neue Woche gestartet. Der Dax markierte damit den höchsten Stand seit dem Sommer 2008. Positiv für die Stimmung sei unter anderem der Ausgang des Treffens der G20-Finanzminister vom Wochenende, sagen Börsianer.

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          Die positive Stimmung an den chinesischen Börsen hat am Montag auch auf Europa übergegriffen und gibt dem deutschen Leitindex Dax weiteren Auftrieb. Der Index legt um weitere 0,6 Prozent auf 6644 Punkte zu und steht damit so hoch wie zuletzt Ende Juni 2008. Der MDax gewinnt 0,4 Prozent auf 9347 Punkte. Der TecDax zieht um 0,7 Prozent an auf 815 Punkte.

          „Die Märkte reagieren erleichtert auf die wachsweiche G20“, begründet Marktstratege Heino Ruland von Ruland Research die Kursanstiege. So seien gegen China wegen der Bewertung des Yuan entgegen den Befürchtungen keine Repressalien ausgesprochen worden und auch die Vereinigten Staaten könne ihre eingeschlagene Währungspolitik fortsetzen und weiter Geld drucken.

          Unter den Einzelwerten ragen als Dax-Spitzenwert die Vorzugsaktien von Volkswagen (VW) hervor. Europas größter Autobauer hatte am Freitag überraschend Quartalszahlen vorgelegt. Die Aktie, deren Kurs daraufhin bereits um etwas mehr als drei Prozent gestiegen war, rückt nun um weitere 5,8 Prozent auf 102,40 Euro vor. Zahlreiche Analysten hoben nun ihre Kursziele für die Aktie an, so etwa von der Credit Suisse und Commerzbank.

          Konsolidierungsfantasien treiben die Titel der Deutschen Börse um 1,9 Prozent auf 53,06 Euro hoch. Börsianer verweisen auf den 25-prozentigen Sprung der Aktie des australischen Börsenbetreibers ASX, nachdem dieser der Übernahme durch die Börse von Singapur (SGX) für 8,3 Milliarden amerikanische Dollar zugestimmt hatte. ASX ist die drittgrößte und Singapur die zweitgrößte Börse in Asien.

          Ein Pressebericht über einen „weißen Ritter“ für Hochtief sorgt im MDax für einen Kursanstieg der Aktie des Baukonzerns um 2,7 Prozent auf 65,18 Euro. Damit sind sie dort Favorit. Im Kampf gegen eine feindliche Übernahme durch den spanischen Großaktionär und Konkurrenten ACS könnte Katar helfend in die Presche springen, berichtet „Der Spiegel“. Ein Händler kommentiert: „Auch diese Investoren wollen ihr Geld vernünftig investieren, und Hochtief ist alles andere als ein Schnäppchen. Die Einzelteile des Konzerns sind deutlich mehr wert als der Gesamtkonzern, aber eine Zerschlagung soll ja vermieden werden.“

          Ob an diesem Bericht etwas dran sei, sagte ein weiterer Händler, sei offen - das Interesse richte sich aber sicherlich auch darauf, dem Aktienkurs weitere Fantasie einzuhauchen und damit die geplante Übernahme für ACS zu erschweren. Derweil warf auch das Management der australischen Hochtief-Tochter Leighton ACS im Übernahmekampf um den Mutterkonzern einen weiteren Knüppel zwischen die Beine und wandte sich an das australische Übernahmegremium.

          Schlusslicht im Index der mittelgroßen Werte hingegen sind die Titel von Puma. Sie verlieren 2,1 Prozent auf 246,05 Euro. Der Sportartikelhersteller veranlasste bei seinem griechischen Joint Venture Puma Hellas eine Überprüfung durch Wirtschaftsprüfer. Nach einer ersten Sonderprüfung bestehe der Verdacht, dass der griechische Partner von Puma zusammen mit Mitgliedern des griechischen Managements mehrere Straftaten begangen habe, wie Puma mitteilte. Dies könne sich auf den konsolidierten Jahresabschluss des Unternehmens auswirken.

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