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Dax im Minus : Coronavirus schickt Goldpreis auf Rekordjagd

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In ganz Asien, wie hier in Hongkong, schützen sich die Menschen vor dem Virus, teilweise ist das Tragen einer Maske Pflicht. Bild: Reuters

Während die wachsende Furcht vor dem Coronavirus Anleger in sichere Häfen wie Edelmetalle fliehen lässt, behauptet sich der deutsche Leitindex mit einem nur leichten Minus.

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          Erholungssignale aus der deutschen Industrie haben am Freitag die Stimmung am Aktienmarkt gestützt. Der Dax dämmte nach überraschend positiven Einkaufsmanager-Indizes aus der Eurozone seine anfänglichen Verluste etwas ein.

          Die weitere Ausbreitung des Coronavirus auch außerhalb Chinas mahnt derweil weiter zur Vorsicht.  Die Furcht vor einem Dämpfer für die Weltwirtschaft durch die Coronavirus-Epidemie treibt weitere Anleger in Gold. Das Edelmetall gewann 0,7 Prozent und ist mit 1631,01 Dollar je Feinunze so teuer wie zuletzt vor sieben Jahren. Für europäische Investoren kostet es 1511,32 Euro und markiert den siebten Tag in Folge ein Rekordhoch.

          Zuletzt fiel der deutsche Leitindex um 0,34 Prozent auf 13.617,64 Punkte, womit sich auf Wochensicht ein Minus von 0,9 Prozent abzeichnete. Für den M-Dax ging es um 0,41 Prozent auf 29.056,77 Punkte nach unten. Der Euro-Stoxx-50 als Leitbarometer der Eurozone verlor 0,51 Prozent.

          „Die Stimmung im deutschen Verarbeitenden Gewerbe hat sich unerwartet aufgehellt“, kommentierten die Ökonomen der Helaba. Das Erholungsszenario des Sektors scheine damit intakt zu sein, wenngleich sich die Corona-Epidemie in den kommenden Wochen und Monaten noch bemerkbar machen könnte.

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          Auf der Unternehmensseite steht die Allianz im Fokus. Überzeugende Jahreszahlen, ein Anstieg der Dividende und ein neues Aktienrückkaufprogramm reichten für Kursgewinne von zuletzt immerhin 1 Prozent, zeitweise hatten die Papiere auch im Minus notiert. Ein Händler zeigte sich von der Schaden/Kosten-Quote in der Schaden-Unfall-Versicherung enttäuscht. Außerdem liege der Ausblick für den operativen Gewinn 2020 eher unter den Erwartungen. Auf das neue Aktienrückkaufprogramm hätten Anleger bereits gesetzt, insofern überrasche es nicht wirklich.

          Aktien des Triebwerksherstellers MTU weiteten ihre Vortagesverluste aus und fielen um 2,6 Prozent. Damit waren sie unter den größten Verlierern im Dax. Der seit Jahresanfang verbuchte Gewinn ist nun fast aufgezehrt. Der Triebwerksbauer hatte am Vortag mit seinen Quartalszahlen und Konzernprognosen enttäuscht.

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