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Portfoliomanager warnt : „Die gute Stimmung an den Börsen ist erst mal dahin“

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Bärige Stimmung an der Börse Bild: dpa

Der Aktienindex Dax hat im Herbst Rekordhöhen erklommen. Doch ein guter Ausgang des Börsenjahres ist noch lange nicht ausgemacht.

          2 Min.

          Der Dax hat sich am Freitag weiter von seinem Jahreshoch aus der Vorwoche entfernt. In der ersten Handelsstunde sank der deutsche Leitindex um 0,46 Prozent auf 13.184,39 Punkte. Für den Monat November zeichnet sich damit aber noch immer ein Plus von 2,5 Prozent ab. Es wäre der dritte Gewinnmonat in Folge für den Dax.

          Der Dezember sei generell ein guter Börsenmonat, jedoch sei aufgrund der politischen Unsicherheiten ein erfolgreiches Ende eines bislang sehr starken Börsenjahres bei weitem nicht garantiert, schrieb Analyst Milan Cutkovic vom Broker AxiTrader in einem Kommentar.

          An diesem Freitag fehlen wegen des „Thanksgiving“-Feiertages am Vortag etwas die Impulse von der Wall Street. Auch zum Wochenabschluss findet am „Black Friday“ nur ein verkürzter Handel in New York statt. Der Brückentag nach dem „Thanksgiving“ ist ein vorweihnachtliches Shopping-Großereignis in den USA. Der deutsche Einzelhandel verzeichnete derweil im Oktober deutlich geringere Umsätze als erwartet.

          Verluste in Asien

          Der MDax der mittelgroßen Börsentitel verlor bislang 0,35 Prozent auf 27.409,70 Zähler. Für den Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 ging es um 0,20 Prozent nach unten. Die asiatischen Börsen verzeichneten ebenfalls Verluste, besonders in Hongkong ging es deutlich bergab.

          „Die gute Stimmung an den Börsen ist erst mal dahin“, erklärte Portfoliomanager Thomas Altmann von QC Partners. „Es bleibt unklar, welche Chancen der Handelsdeal nach der Unterzeichnung der Hongkong-Gesetze hat.“ US-Präsident Donald Trump hatte die Gesetze zur Unterstützung der Demokratiebewegung in Hongkong kürzlich in Kraft gesetzt. China empfindet dies als Einmischung in innere Angelegenheiten und drohte mit „entschiedenen Gegenmaßnahmen“.

          Mit Geschäftszahlen und einer Anhebung der Jahresprognose rückte am deutschen Markt der Versorger Eon in den Blick. Die Integration von Innogy laufe nach Plan, hieß es. Für 2019 will der Dax-Konzern die Dividende erhöhen. Die Eon-Anteile gewannen an der Dax-Spitze 0,9 Prozent. Schlusslicht im Dax waren die Aktien der Deutschen Bank mit minus 0,9 Prozent.

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          Die Lufthansa -Papiere legten nach einer Hochstufung auf „Outperform“ durch die Credit Suisse um 0,5 Prozent zu. Analyst Neil Glynn geht davon aus, dass die Fluggesellschaft im Jahr 2020 wieder auf den richtigen Weg kommen wird.

          Carl Zeiss Meditec verteuerten sich als bester MDax-Wert um 3,1 Prozent. Mainfirst hatte das Kursziel für den Medizintechniker deutlich von 95 auf 120 Euro erhöht. Die Weichen für ein starkes Jahr 2020 seien gestellt, hieß es. Mit 112 Euro waren die Papiere auf ein Rekordhoch geklettert.

          Bei Osram geht das Tauziehen um die Übernahme weiter. Nach dem Angebot des österreichischen Halbleiterherstellers AMS für den deutschen Leuchtenhersteller könnte dieser nun zum Spekulationsobjekt für Hedgefonds werden. Laut einem Bericht der „Süddeutschen Zeitung“ sollen laut Finanzkreisen bereits bis zu 45 Prozent der Osram-Aktien in den Händen von Hedgefonds liegen. „Es scheint, dass eine Reihe von Hedgefonds Aktien erworben haben mit dem Ziel, diese erst zu einem späteren Zeitpunkt und zu einem höheren Preis anzudienen“, sagte Osram-Chef Olaf Berlien der Zeitung. Die Osram-Anteile verloren zuletzt 0,4 Prozent.

          Für die Papiere des Kabelnetzbetreibers Tele Columbus ging es nach Vorlage von Zahlen um mehr als 8 Prozent nach oben. Analyst Andrew Lee von Goldman Sachs betonte die Aussicht auf ein weitgehend stabiles operatives Ergebnis im Gesamtjahr. Das bereinigte operative Ergebnis sei stark ausgefallen und auch der Umsatzmix sei besser als erwartet gewesen, schrieb Analyst Akhil Dattani von JPMorgan.

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