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Blick auf den Finanzmarkt : Dax tendiert kaum verändert

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Der deutsche Aktienmarkt ist am Donnerstag mit leichten Kursverlusten in den Handel gestartet, tendiert aber im weiteren Verlauf wenig verändert. Händlern zufolge sind zunächst alle Augen auf den Verkauf spanischer Staatsanleihen am Vormittag gerichtet, der mit Nervosität entgegen geblickt werde.

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          Kaum verändert ist der Dax am Donnerstag in den Handel gestartet. Händler hatten wegen der schwachen Vorgaben aus Wall Street bereits mit einem gebremsten Handelsstart gerechnet. Der Dax legt bis 9.46 Uhr MEZ um 0,1 Prozent oder 4 Punkte auf 7.020 Punkte zu. Vor dem Hintergrund erneut deutlich steigender Zinsen für 10-jährige amerikanischen Staatsanleihen ging es in den Vereinigten Staaten nach unten. Die Zinsen erreichten dort mit 3,56 Prozent den höchsten Wert seit Mai. Wichtige Unternehmensnachrichten gibt es kaum. Hauptgesprächsthemen sind Presseberichte über eine deutsche Finanztransaktionssteuer und der Beginn des zweitägigen Treffens der Staats- und Regierungschefs der Europäischen Union in Brüssel. Dabei wird es um einen dauerhaften Mechanismus gehen, der die Refinanzierungsprobleme von Mitgliedern des Euroraums langfristig lösen kann. „Dabei steht nicht mehr und nicht weniger als die Glaubwürdigkeit der Europäischen Union auf dem Spiel“, sagt ein Händler. Denn wer solle im Konzert der Großmächte die Europäer noch Ernst nehmen, wenn es ihnen noch nicht einmal gelinge, ihre Gemeinschaftswährung zu erhalten. Am Vormittag steht zudem die spanische Auktion von Staatsanleihen von 2 Milliarden bis 3 Milliarden Euro im Blickpunkt des Marktes.

          Aus den Vereinigten Staaten werden am Nachmittag die wöchentlichen Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe erwartet. Volkswirte rechnen mit einem Anstieg um 4.000 binnen Wochenfrist. Hinzu kommen die Baubeginne und Baugenehmigungen im November. Schließlich steht mit dem Philly-Fed-Index ein weiterer regionaler Frühindikator an. Er misst die Wirtschaftsaktivität im Verarbeitenden Gewerbe der Region Philadelphia. Volkswirte erwarten einen Rückgang auf plus 18,0 von plus 22,5 Punkten im Vormonat. Der Empire-State-Index, das bereits veröffentlichte Pendant für die Region New York, hatte am Mittwoch positiv überrascht. Unterstützung für den Dax bei 6.970 Punkten gesehen. Deutsche Börse steigen 0,2 Prozent auf 50,80 Euro. Hier gibt es unterschiedliche Meinungen zur möglichen Finanztransaktionssteuer. Die „FTD“ schreibt, Finanzminister Schäuble plane eine Steuer von 0,01 Prozent. „Die Frage ist vor allem, wie sich High-Frequency-Trader verhalten“, sagt ein Marktteilnehmer. Er rät, die Gestaltung abzuwarten. So gebe es in London verschiedene Möglichkeiten, die so genannte „Stempel-Steuer“ zu umgehen. Ein weiterer Marktteilnehmer ist skeptischer: „Die Steuer muss irgendwo eingespart werden, und das geht zu Lasten der Deutschen Börse“, meint er.

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