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Blick auf den Finanzmarkt : Dax tendiert auf hohem Niveau freundlich

  • Aktualisiert am

Nach zwei Handelstagen mit leichten Verlusten hat der Dax am Freitag erneut Kurs auf die Marke von 7.000 Punkten genommen. Bevor am Nachmittag amerikanische Konjunkturdaten neue Impulse geben könnten, stehen TecDax- und MDax-Unternehmen mit Neuigkeiten im Fokus.

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          Günstige Vorgaben aus Übersee haben den deutsche Aktienmarkt etwas fester in den Freitag starten lassen. Der S&P-500-Index hat am Donnerstag auf Jahreshoch geschlossen und in Schanghai haben die Kurse im späten Geschäft ins Plus gedreht; nach tagelangen Verlusten scheint die für das Wochenende erwartete Zinserhöhung in China dort nun eingepreist zu sein. Gegen 9.50 Uhr steigt der Dax um 0,3 Prozent oder 23 auf 6.987 Punkte. Charttechniker sehen den Index in einer Konsolidierungsspanne zwischen 6.950 und 7.043 Punkten. In der zweiten Reihe geht es für den MDax um 2 auf 9.808 Punkte nach oben, der TecDax verharrt auf dem Vortagesschlusskurs von 824 Punkten. Kursbewegende Nachrichten oder zu Grunde liegende Muster sind im frühen Geschäft allerdings Mangelware. Bis zum großen Verfall am kommenden Freitag werde das Geschehen wohl hauptsächlich von der Stimmung und der Charttechnik getrieben, heißt es im Handel. Für neue Impulse von Konjunkturseite könnte am Nachmittag die erste Veröffentlichung der von der Universität zu Michigan ermittelten Stimmung der amerikanische Verbraucher im Dezember sorgen. Bereits am Vormittag steht die Auktion italienischer Staatsanleihen im Zentrum der Aufmerksamkeit.

          Unter den Kursgewinnern im Dax finden sich viele der am Vortag unter die Räder gekommenen Aktien. So legen BMW um 2,1 Prozent auf 61,44 Euro zu nach einem Minus von 2,8 Prozent am Donnerstag. VW verteuern sich um 0,7 Prozent auf 125,10 Euro nach einem Vortagsverlust von 3,9 Prozent. Weiter gut im Rennen liegen hingegen die Finanzwerte. Deutsche Bank steigen um 0,9 Prozent auf 39,74 Euro, Commerzbank um 0,6 Prozent auf 5,91 Euro. Beide Aktien hinken dem Gesamtmarkt seit Jahresanfang deutlich hinterher. Am anderen Ende des Kurszettels geben ThyssenKrupp um 1,7 Prozent auf 29,93 Euro nach. Die „Financial Times Deutschland“ schreibt, Manager der brasilianischen Tochter CSA stünden unter dem Verdacht, gegen Umweltgesetze verstoßen zu haben. Deutsche Telekom fallen um 0,4 Prozent auf 9,87 Euro zurück; J.P. Morgan hat die Aktien auf „Neutral“ von „Overweight“ herabgestuft. Die fundamentale Musik spielt in der zweiten Reihe. So geht es für MorphoSys um 6,0 Prozent auf 16,80 Euro nach oben. Als Grund für eine Neubewertung der Aktien sieht LBBW-Analyst Hanns Frohnmeyer die Zusammenarbeit zwischen der Tochtergesellschaft Sloning BioTechnology und Pfizer. Die vor diesem Hintergrund auf 13 Millionen bis 16 Millionen Euro angehobene Prognose für den operativen Gewinn im laufenden Jahr habe das Unternehmen als nachhaltig bezeichnet, sagt Frohnmeyer. Noch dazu handele es sich bei der Übereinkunft mit dem amerikanische Pharmakonzern um eine nicht-exklusive Lizenzvereinbarung zum Technologietransfer.

          Anleihen-Futures starten kaum verändert

          Die deutschen Renten-Futures zeigen sich nach ihrer Erholungsbewegung am Vortag zum Start am Freitag kaum verändert. Gegen 8.31 Uhr steht der März-Kontrakt des Bund-Futures bei 125,18 Prozent. Umgesetzt wurden rund 22.000 Kontrakte. Für den BOBL-Future mit Fälligkeit im März geht es um 7 Ticks nach oben auf 118,16 Prozent. Impulse für den Rentenmarkt könnten am Nachmittag aus den Vereinigten Staaten kommen, wenn der Index für das Verbrauchervertrauen der Universität Michigan für Dezember veröffentlicht wird. Volkswirte erwarten einen Anstieg auf 73 Punkte nach 71,6 Punkten im Vormonat. Zudem stehen die Import- und Exportpreise im November auf dem Programm und die Handelsbilanz für Oktober. Trotz der jüngsten Erholung sei die Gefahr erneuter Rückgänge für den Bund-Future noch nicht gebannt, meinen die Analysten der Helaba. So sei der Abwärtstrend nach wie vor intakt. Allerdings könnte die Abwärtsdynamik aufgrund der derzeit überverkauften Marktlage etwas nachlassen. Eine Unterstützung machen die Analysten bei 124,44 Prozent aus, den nächsten Widerstand verorten sie bei 125,47 Prozent.

          Euro von Vortagesverlusten etwas erholt

          Der Euro zeigt sich am Freitag beim Übergang in den europäisch geprägten Handel wieder etwas fester zum Dollar. Im frühen Geschäft handelt die Gemeinschaftswährung etwas oberhalb der Marke von 1,3250 Dollar. Händler sprechen von einer Gegenbewegung nach den Verlusten am Donnerstag. Die sich zuspitzende Debatte in der EU um eine gemeinsame europäische Anleihe sowie die Abstufung Irlands durch Fitch hatten die Gemeinschaftswährung am Donnerstag im Tagestief bis auf 1,3165 Dollar gedrückt. Unterdessen geht der Streit um mögliche Eurobonds, für die gesamtschuldnerisch gehaftet werden müsste, weiter. „Hier wird der Ton vor allem von den Befürwortern immer schärfer“, merkt die Commerzbank an. Eine Einigung hierüber auf dem EU-Gipfel am 16. und 17. Dezember sei momentan kaum vorstellbar. Als tendenziell belastend für die Risikoneigung und damit den Euro könnten sich neue gute Wirtschaftsdaten aus China erweisen. Neue Rekorde bei den chinesischen Importen und Exporten könnten eine Diskussion um eine Überhitzung der chinesischen Wirtschaft anheizen und den Spekulationen um eine Zinserhöhung durch die People's Bank of China schon am Wochenende neue Nahrung geben.

          Impulse für den Devisenmarkt dürften am Nachmittag aus den Vereinigten Staaten kommen, wenn der Index für das Verbrauchervertrauen der Universität Michigan für Dezember veröffentlicht wird. Von Dow Jones Newswires befragte Volkswirte erwarten einen Anstieg auf 73 Punkte nach 71,6 Punkten im Vormonat. Zudem stehen die Import- und Exportpreise im November auf dem Programm und die Handelsbilanz für Oktober. Nach Ansicht der Analysten der Landesbank Hessen-Thüringen (Helaba) bleibt die technische Situation für den Euro schwierig. Erst jenseits der Zone zwischen 1,3440 Dollar und 1,3469 Dollar wäre eine weitergehende Erholung möglich. Breche der Euro jedoch wieder nach unten aus unter das Tief vom Donnerstag bei 1,3165 Dollar, wäre der Weg zur nächsten Unterstützung bei 1,3060 Dollar frei, meinen die Analysten. Darunter „dürfte die Bewegung wohl nicht beim Novembertief (1,2967) stoppen“, heißt es in dem Marktkommentar weiter. Die Feinunze Gold kostet am Freitagmorgen 1.391,85 Dollar, zum Londoner Nachmittag-Fixing am Donnerstag war sie mit 1.391,25 Dollar festgestellt worden.

          Japans Börse schließt nach Siebenmonatshoch leichter

          Nachdem die Börse in Tokio am Freitag im frühen Verlauf auf ein Siebenmonatshoch gestiegen war, haben Gewinnmitnahmen die Notierungen ins Minus gedrückt. Händler sprachen von Anzeichen einer Überhitzung des Marktes. Die Umsätze waren überdurchschnittlich, am Berichtstag verfielen Dezember-Futures auf Aktien und Optionen. Der Nikkei-225 büßte 0,7 Prozent oder 74 Punkte auf 10.212 ein, der breiter gefasste Topix verlor 0,4 Prozent oder 3 Zähler auf 888. Kaum Einfluss auf das Marktgeschehen hatten die Inflationsdaten: Die japanischen Großhandelspreise sind im November auf Jahressicht um 0,9 Prozent gestiegen. Binnen Monatsfrist wurde ein Anstieg um 0,1 Prozent registriert. Für den Exportsektor ergab sich im November eine Zunahme um 1,2 Prozent gegenüber dem Vormonat, während im Jahresvergleich ein Preisrückgang um 3,1 Prozent registriert wurde. „Anleger agierten vorsichtig, weil sich die Spekulationen über eine Zinsanhebung in China übers Wochenende ausweiten“, sagte Marktstratege Yoshinori Nagano von Daiwa Asset Management. Er sieht den Nikkei in der nächsten Woche in einer Handelsspanne zwischen 10.000 und 10.500 Punkten. Ein weiterer Analyst erwartet für die kommenden Woche tendenziell fallende Kurse, was er mit dem Auslaufen von Käufen durch ausländische Fonds erklärte.

          Exportwerte gehörten zu den Verlierern, was mit der Charttechnik erklärt wurde. Sony büßten 1,2 Prozent at 2.984 Yen ein. Im Automobilsektor sanken Toyota Motor um 1,4 Prozent auf 3.230 Yen und Honda Motor um 1,4 Prozent auf 3.140 Yen. JVC Kenwood Holdings verloren 5 Prozent auf 302 Yen, nachdem der Konzern eine Strafe von 840 Millionen Yen wegen falscher Finanzdokumente auferlegt bekommen hatte. Belastet von einer Abstufung durch Goldman Sachs fielen Nikon um 3,1 Prozent auf 1.620 Yen. Nach einer Prognosesenkung ging es für Sanyo Electric um 0,7 Prozent auf 136 Yen talwärts. Die Papiere des Kosmetikunternehmens Pola Orbis Holdings schlossen an ihrem ersten Handelstag bei 1.779 Yen und damit unter dem Ausgabepreis von 1.800 Yen. Gesucht waren dagegen Versicherungswerte: Dai-ichi Life legten um 2,1 Prozent auf 133.500 Yen und Sony Financial Holdings um 3,7 Prozent auf 308.500 Yen. Hier stützte ein positiver Analystenkommentar. Die Aktien von Stahlkochern wurden von Medienberichten gestützt, wonach Nippon Steel, die Aktie zog um 1,7 Prozent auf 293 Yen an, ihre Preisprognose anheben werde. Sapporo Holdings kletterten um 8,9 Prozent auf 367 Yen, nachdem Steel Partners ihre Beteiligung an der Brauerei reduziert hatte.

          Börsen Chinas schließen fester

          Beflügelt von Rekordwerten im Außenhandel haben die chinesischen Börsen am Freitag fester geschlossen. Im November erreichten die chinesischen Ex- und Importdaten neue Höchststände. Gebremst wurde die Euphorie aber von der sich verfestigenden Meinung, dass die Behörden in China übers Wochenende weitere geldpolitische Straffungen beschließen werden. Der Schanghai-Composite gewann 1,1 Prozent auf 2.841 Punkte und der Shenzhen-Composite stieg um 1,4 Prozent auf 1.298 Zähler. In Hongkong ging der HSI nach einer Achterbahnfahrt nahezu unverändert bei 23.163 Punkten aus dem Handel. Die gestiegenen Ex- und Importe wurden als positives Zeichen für die globale Konjunktur gewertet. Allerdings wurde in den positiven Konjunkturdaten ein weiterer Beleg für anstehende Straffungen in der chinesischen Geldpolitik gesehen. Daher sahen Analysten auch nur begrenzten Einfluss der Außenhandelsdaten auf das Marktgeschehen. Die für Samstag erwarteten Verbraucherpreise und die Bankkredite stünden bei der Marktrelevanz klar im Fokus, hieß es weiter. „Sollte eine Zinserhöhung anstehen, gibt es auch Sektoren, die davon profitieren. Dazu zählen Versicherungen und Banken“, sagte ein Analyst. In Schanghai waren vor allem Titel aus den Sektoren Bergbau und Telekommunikation gesucht. Minenwerte erhielten unter anderem Rückenwind vom Anstieg der Metallpreise. China Nonferrous Metal Industry's Foreign Engineering & Construction schnellten um das Tageslimit von 10 Prozent auf 29,11 Yuan empor. Western Mining legten um 6,1 Prozent auf 18,82 Yuan zu. Gelegenheitskäufer stützten die Kurse von Telekommunikation- und Technologietiteln. China United Network Communications zogen um 3,4 Prozent auf 5,20 Yuan und Fujian Newland Computer um 5,5 Prozent auf 22,61 Yuan an. In Hongkong kletterten HSBC um 0,7 Prozent auf 81,50 Hongkong-Dollar.

          Öl ist und bleibt sehr teuer

          Die Ölpreise sind am Freitag im asiatischen Handel leicht gestiegen. Ein Barrel (159 Liter) der Sorte West Texas Intermediate (WTI) zur Auslieferung im Januar kostete 88,58 amerikanische Dollar. Das waren 21 Cent mehr als am Vortag. Der Preis für ein Barrel der Nordseesorte Brent stieg um 25 Cent auf 91,24 Dollar. Die in China im November deutlich gestiegenen Ölimporte hätten den Ölmarkt gestützt, sagten Händler. Zudem habe aber auch der etwas gefallene amerikanische Dollar die Ölpreise beflügelt. Ein schwächerer Dollar macht Rohöl für Anleger aus anderen Währungsräumen günstiger.

          Neuigkeiten und Kursbewegungen nach Börsenschluss an der Wall Street

          Knapp gehalten präsentierten sich die Aktienkurse im nachbörslichen amerikanischen Handel am Donnerstag im Vergleich zum regulären Geschäft. Der Nasdaq After Hours Indicator fiel um 1,04 Punkte auf 2099,73 Zähler.

          Die Aktien von Netflix gehörten am Donnerstagabend zu den Gewinnern im nachbörslichen Geschäft in New York, nachdem der Online-DVD-Verleiher für den Aufstieg in den S&P-500 ausgewählt wurde. Auch der Datenspeicherplatz-Anbieter F5 Networks sowie das Öl- und Gasunternehmen Newfield Exploration steigen auf - auch hier profitierten die Aktienkurse. Netflix kletterten um 5,4 Prozent auf 201,33 Dollar, F5 Networks um 5,2 Prozent auf 146,10 Dollar und Newfield Exploration bis 19.55 Uhr um 3,9 Prozent auf 72,76 Dollar. Herausgenommen aus dem S&P-500-Index werden dafür New York Times, die bei geringen Umsätzen um 2 Prozent auf 9,55 Dollar fielen, Office Depot, die daraufhin bis 19.54 Uhr um 1,6 Prozent auf 4,87 Dollar nachgaben, sowie Eastman Kodak. Letztere verloren 0,6 Prozent auf 5,28 Dollar. S&P teilte ebenfalls mit, dass Cablevision Systems in dem Index die Aktie von King Pharmaceuticals ersetzen wird, sobald die Übernahme des Pharmaunternehmens durch Pfizer abgeschlossen sein wird. Cablevision stiegen bei geringen Umsätzen bis 19.59 Uhr Ortszeit um 5,9 Prozent auf 35,33 Dollar. National Semiconductors fielen um 4,8 Prozent auf 14,25 Dollar, nachdem das Unternehmen mit seiner Prognose für den Umsatz im dritten Quartal von 344 Millionen bis 359 Millionen Dollar unter der Erwartung der Wall Street von 381,9 Millionen Dollar gelegen hatte. Im zweiten Quartal verdiente National Semi 83,5 Millionen Dollar oder 34 Cents je Aktie bei einem Umsatz von 390,4 Millionen Dollar. Analysten hatten einen Gewinn von 32 Cents je Aktie und Erlöse von 399,4 Millionen Dollar erwartet. United Technologies büßten 2,9 Prozent auf 75,35 Dollar ein. Zuvor hatte der Technologiekonzern bekannt gegeben, dass der Umsatz im kommenden Jahr mit 56 Milliarden bis 57 Milliarden Dollar knapp unter der Analystenerwartung von 57,07 Milliarden Dollar liegen werde. Die Gewinnprognose von 5,05 bis 5,35 Dollar je Aktie deckte die Konsensprognose von aktuell 5,30 Dollar ab.

          Wall Street schloss am Donnerstag kaum verändert

          An Wall Street haben sich die Indizes am Donnerstag bis zum Handelsende nahe der Vortages-Schlussstände bewegt. Der Dow-Jones-Index für 30 Industriewerte gab um 2 Punkte auf 11.370 nach. Der S&P-500 legte dagegen um 0,4 Prozent oder 5 Punkte auf 1.233 zu. Der Nasdaq Composite stieg um 0,3 Prozent oder 8 auf 2.617 Punkte. Der technologiefokussierte Index hatte im Verlauf bei 2.625 Punkten den höchsten Stand seit fast drei Jahren markiert. An der New York Stock Exchange kamen auf 1.633 Kursgewinner 1,363 Verlierer. 93 Aktien schlossen unverändert. Das Umsatzvolumen stagnierte bei 0,81 Milliarden Aktien. Die Zahl der wöchentlichen Erstanträge auf amerikanische Arbeitslosenhilfe war etwas niedriger ausgefallen als erwartet. Dies habe zunächst etwas gestützt, hieß es. Später hätten allerdings Nachrichten aus Irland leicht belastet. Mehrere irische Oppositionsgruppen hatten angekündigt, gegen das Rettungspaket für ihr Land zu stimmen. Händler sagten, die anhaltenden Probleme in Irland hätten zum Unbehagen beigetragen. Bankenaktien zählen wie am Mittwoch zu den Hauptgewinnern. Bank of America haussierten um 5,4 Prozent auf 12,65 Dollar und führten den Dow-Jones-Index erneut an. Für J.P. Morgan Chase ging es um 1,4 Prozent auf 40,81 Dollar nach oben. State Street verloren dagegen 1 Prozent auf 45,74 Dollar, nachdem das Institut mitgeteilt hatte, wegen des Verkaufs besicherter Anleihen für 11 Milliarden Dollar im vierten Quartal wohl einen Verlust von 350 Millionen Dollar zu verbuchen.

          DuPont fielen um 1,1 Prozent auf 48,32 Dollar. Der Chemiekonzern hatte das Gewinnziel je Aktie für das laufende Jahr mit 3,10 Dollar bestätigt. Im kommenden Jahr rechnet DuPont mit einem Gewinn von 3,30 bis 3,60 Dollar je Aktie. Die Umsätze sollen zwischen 33 Milliarden und 34 Milliarden Dollar liegen. Wie am Vortag waren McDonald's schwächstes Mitglied des Dow-Jones-Index und verbilligten sich um 1,4 Prozent auf 77,61 Dollar. Bereits am Mittwoch war die Aktie von enttäuschenden November-Umsatzzahlen belastet worden. Airgas fielen um 6,2 Prozent auf 61,84 Dollar, nachdem der Wettbewerber Air Products & Chemicals sein Gebot für den Gasekonzern auf 70 von 65,50 Dollar je Aktie erhöht hat. Air Products sagte, dies sei das finale Gebot und drohte, sich zurückzuziehen. Die Verluste bei der Aktie wurden damit erklärt, dass Investoren, von denen viele auf eine Übernahme gewettet hatten, ausstiegen, da sie die Wahrscheinlichkeit eines Zusammengehens schwinden sahen. Airgas fordert mindestens 78 Dollar. Air Products schlossen 1,9 Prozent höher bei 88,75 Dollar.

          Amerikanische Anleihen zeigten sich am Donnerstag leicht erholt

          Die amerikanischen Staatsanleihen haben sich am Donnerstag etwas vom heftigen Einbruch der vergangenen beiden Tage erholt. Im Späthandel stiegen die Kurse zehnjähriger Staatsanleihen mit einem Kupon von 2,625 Prozent um 18/32 auf 95 03/32 und rentierten mit 3,206 Prozent, nach 3,274 Prozent am Mittwoch. Der Kurs der mit 4,250 Prozent verzinsten 30-jährigen Staatsanleihe legte um 30/32 zu auf 97-147/32 zu. Ihre Rendite sank von 4,457 auf 4,399 Prozent. Die Pläne von Präsident Barack Obama zur Verlängerung der von seinem Vorgänger George W. Bush eingeführten Einkommensteuer-Erleichterungen um zwei Jahre hatte bei den Anleihennotierungen am Dienstag und Mittwoch den tiefsten Absturz seit zwei Jahren ausgelöst. Charles Comiskey, Leiter des Treasury-Handels bei der Bank of Nova Scotia sagt, dass die niedrigeren Kurse nun zum Einstieg genutzt worden seien. Stützend habe auch der Ausgang einer Auktion 30-jähriger Treasuries gewirkt, hieß es. Bei der Auktion ergab sich eine Rendite von 4,41 Prozent, deutlich niedriger als die unmittelbar vor der Auktion am Markt gebildete Rendite von 4,455 Prozent, was auf eine hohe Nachfrage hindeutet. „Eine tolle, tolle Auktion zum Ende der Woche“, sagte William O'Donnell, Leiter der amerikanische Staatsanleihe-Strategie bei RBS Securities, „und die jüngste Outperformance der 30-jährigen Anleihen war ein deutliches Zeichen, dass die Käufer lauern.“

          Lateinamerikas Börsen schlossen am Donnerstag im Minus

          Die größeren lateinamerikanischen Börsen haben am Donnerstag Verluste erlitten. Im brasilianischen São Paulo sank der Aktien-Index Bovespa um 295,46 Zähler (0,43 Prozent) auf 67 879, 46 Punkte. Der Merval-Index in der argentinischen Hauptstadt Buenos Aires gab um 59,31 Zähler (1,73 Prozent) auf 3368,73 Punkte nach. Der IPC-Index in Mexiko-Stadt fiel 50,38 Zähler (0,13 Prozent) auf 37 567,39 Punkte.

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