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Zum Antritt von Manfred Knof : Das Lastenheft des Commerzbank-Sanierers

  • -Aktualisiert am

Manfred Knof Bild: dpa

Das lähmende Warten auf den neuen Vorstandsvorsitzenden der Commerzbank hat ein Ende. Manfred Knof soll das Blatt wenden. Der Bund aber hat den besten Zeitpunkt für den Aktienverkauf verpasst.

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          Manfred Knof, seit Jahresbeginn neuer Vorstandsvorsitzender der Commerzbank, sollte schnell liefern. Seit sechs Monaten schon warten 45.000 Beschäftigte darauf zu erfahren, wie tief die Einschnitte werden. 10.000 Arbeitsplätze seien in Gefahr, hieß es schon im Sommer. Es erscheint unwahrscheinlich, dass ein solch umfangreicher Stellenabbau ohne betriebsbedingte Kündigungen gelingt. Natürlich lähmt es eine Bank, wenn viele Mitarbeiter um ihre Arbeit bangen.

          Lange hat die Bundesregierung als größter Aktionär dem schleichenden Niedergang der Commerzbank zugesehen. Ausgerechnet im Sommer, als sie mitten in der Corona-Krise wegen vieler Kreditanfragen stark gefordert war, hat der Bund zur Destabilisierung der Bank beigetragen – indem er der vom zweitgrößten Aktionär Cerberus in rüdem Stil formulierten Kritik nicht widersprach. In der Tat hatte Cerberus recht: Die Bank war zwar stabil und profitabel, aber der Vorstand hat seit 2016 jedes Jahr seine Gewinnziele verfehlt.

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