https://www.faz.net/aktuell/finanzen/cum-ex-prozess-banken-fordern-750-millionen-euro-von-kronzeuge-17740588.html

Cum-ex-Prozess : „Die Banken fordern von mir 750 Millionen Euro“

  • -Aktualisiert am

Tief im Cum-ex-Steuerskandal verwickelt: Die Hamburger Privatbank M.M. Warburg. Bild: Public Address

Vom Saulus zum Paulus: Anwalt S. verdiente viel Geld mit Cum-ex-Deals und ist nun Kronzeuge der Anklage. Im aktuellen Strafprozess in Bonn legt er im Privatstreit mit der Warburg-Bank nach.

          3 Min.

          Für den schlanken Endvierziger mit den kurz geschorenen dunklen Haaren ist es ein Wiedersehen mit dem großen Sitzungssaal 0.11 am Landgericht Bonn. Zum dritten Mal sitzt der Wirtschaftsanwalt S., der schon seit vielen Jahren in der Schweiz lebt und in Zürich eine Spezialkanzlei für Bankrecht betreibt, im Zeugenstand vor Richter Roland Zickler. Im ersten Cum-ex-Strafprozess gegen zwei britische Börsenhändler brachte S. im Spätherbst 2019 dem Gericht die Abläufe der illegalen Aktienkreisgeschäfte rund um den Dividendenstichtag näher. Im Dezember 2020 sah er sich heftigen Attacken der Strafverteidiger des früheren Generalbevollmächtigten der Privatbank M.M. Warburg ausgesetzt.

          Marcus Jung
          Redakteur in der Wirtschaft.

          Die Warburg-Gruppe und deren im Steuerskandal beschuldigten Miteigentümer Christian Olearius und Max Warburg kennt S. sehr gut. Als rechte Hand des Steueranwalts Hanno Berger, nach Auffassung deutscher Staatsanwälte der „Spiritus Rector“ vieler Cum-ex-Trades, beriet er als Partner der US-Kanzlei Dewey LeBoeuf die Tochtergesellschaft Warburg Invest über Jahre im Aufsichtsrecht. In der strafrechtlichen Aufarbeitung dieser und vieler anderer Geschäfte von Investoren, Banken und Brokern nimmt S. längst eine andere Funktion ein.

          Testen Sie unser Angebot.
          Jetzt weiterlesen.
          Testen Sie unsere Angebote.
          F.A.Z. PLUS:

            FAZ.NET komplett

          Diese und viele weitere Artikel lesen Sie mit F+

          Russlandpolitik der SPD : Nah an Putin

          In Niedersachsen laufen viele Fäden der Russlandpolitik der SPD zusammen. Sie wähnt sich im Geiste Willy Brandts, hat aber viel mit Geschäften zu tun. Ein Beispiel: Sigmar Gabriel.
          In einem Fenster vom Omnitum ist in einem Büro das Logo der Kryptowährung Bitcoin zu sehen.

          Technische Analyse : Bitcoin am Abgrund

          Die Kursbewegungen der Krypto-Assets erinnern stark an den neuen Markt der frühen Zweitausender. Der Übertreibung folgt nun eine schwere Untertreibung.
          Tarifportal
          Mit unserem kostenlosen Tarifvergleich sparen
          Kapitalanlage
          Erzielen Sie bis zu 5% Rendite
          Immobilienbewertung
          Verkaufen Sie zum Höchstpreis