https://www.faz.net/-gv6-a38oy

Börsennotiertes Fintech : Creditshelf vermittelt deutlich mehr Kredite

Tim Thabe, Mitgründer der Kreditplattform Creditshelf Bild: Wolfgang Eilmes

Nach einem starken Einbruch im ersten Quartal hat die Kreditplattform für den Mittelstand zwischen April und Juni deutlich mehr Finanzierungen vermittelt. Das hat einen speziellen Grund.

          1 Min.

          Die hohe Nachfrage von Mittelständlern nach Krediten in der Corona-Krise macht sich auch bei dem digitalen Kreditvermittler Creditshelf bemerkbar. Um 80 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum wuchs das Volumen der vermittelten Kredite im zweiten Quartal auf 34 Millionen Euro, wie das börsennotierte Frankfurter Fintech am Donnerstag mitteilte.

          Tim Kanning
          Redakteur in der Wirtschaft.

          Für die ersten drei Monate des Jahres hatte Creditshelf noch einen deutlichen Rückgang der vermittelten Kredite vermelden müssen, weil Investoren sich angesichts der unsicheren Corona-Aussichten nicht mehr trauten, Kredite über die Plattform zu vergeben. Inzwischen hat Creditshelf einen sogenannten Loan Fund gegründet, in den auch die Europäische Investitionsbank Geld gesteckt hat, das gezielt an kleinere und mittlere Unternehmen fließen soll.

          Kurs pendelt

          Creditshelf ist eines der wenigen deutschen Fintechs, die an der Börse gelistet sind und mithin ihre Zahlen veröffentlichen müssen: Obwohl der Umsatz im ersten Halbjahr um 41 Prozent auf nun 2,5 Millionen Euro gestiegen ist, verbuchte Creditshelf einen Verlust von 3 Millionen Euro. Der Aktienkurs reagierte kaum auf die Zahlen; er pendelt schon seit einiger Zeit zwischen 50 und 55 Euro.

          Vorstandschef Tim Thabe setzt auf eine wirtschaftliche Erholung: „Wir sind überzeugt, dass die Corona-Krise zu einem deutlichen Digitalisierungsschub führen wird – auch im Kreditgeschäft. Ebenso gehen wir davon aus, dass die Kreditnachfrage aus dem deutschen Mittelstand bei einer zügigen wirtschaftlichen Erholung deutlich zunehmen wird.“

          Weitere Themen

          Topmeldungen

          Die HMS Defender bei ihrer Ankunft im Hafen von Odessa am 18. Juni

          Vorfall im Schwarzen Meer : Wollte die Royal Navy Russland provozieren?

          In Großbritannien verstärkt sich der Eindruck, dass die Royal Navy im Schwarzen Meer ein Zeichen setzen wollte. Moskau droht für Wiederholungen mit Bombenangriffen „nicht einfach in den Kurs, sondern auf das Ziel“.
          Der neue Bosch-Chef Stefan Hartung

          Generationswechsel : Bosch baut seine Führung komplett um

          Dass Stefan Hartung an die Spitze des Technologiekonzerns aufrückt, war schon länger klar. Doch wie groß der Umbau ausfällt, überrascht. Vor allem die neue Position des bisherigen Chefs erregt Aufmerksamkeit.

          Probleme des DFB-Teams : Höggschde Fahrigkeit

          Der Unterschied zur WM 2018, als Deutschland krachend vom hohen Ross fiel, besteht in erster Linie darin, dass sich „die Mannschaft“ nun wehrte. Das Grundproblem aber hat sich nicht verändert.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.