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Verschoben und verkleinert : Covestros Börsengang fällt deutlich kleiner aus

  • Aktualisiert am

Covestros Börsengang wird eine Nummer kleiner. Bild: dpa

Bayer will seine Kunststofftochter an die Börse bringen. Doch Covestro-Aktien wollen die Investoren nur deutlich billiger nehmen.

          Das als größter Börsengang in Deutschland seit dem Boomjahr 2000 geplante IPO kommt nur mit massiven Zugeständnissen und Verspätung. Die Bayer-Kunststofftochter Covestro senkte am Donnerstag nicht nur die Preisspanne für die angebotenen Aktien drastisch, sondern auch das angestrebte Emissionsvolumen um eine Milliarde Euro. Da die Zahl der ausgebenen Aktien vom Preis abhängen wird, wird diese nur etwas niedriger ausfallen als vorgesehen.

          Zudem wurde die Angebotsfrist bis Freitag verlängert und der geplante Börsengang von diesem Freitag auf kommenden Dienstag verschoben. Grund sei das derzeit „eingetrübte“ und „volatile Kapitalmarktumfeld“, hieß es zur Begründung.

          Statt ursprünglich geplanter 2,5 Milliarden Euro solle der Erlös nun bei 1,5 Milliarden Euro liegen. Der Ausgabepreis sei von ursprünglich 26,50 bis 35,50 Euro auf 21,50 bis 24,50 Euro gesenkt worden. Der niedrigere Erlös werde durch eine um eine Milliarde Euro angehobene Kapitaleinlage ausgeglichen, hieß es. Damit werde die Nettoverschuldung zusammen mit den Pensionslasten unverändert bei vier Milliarden Euro liegen. Das Geld aus dem Börsengang soll früheren Angaben zufolge überwiegend zur Rückzahlung der Schulden an Bayer verwendet werden.

          Mit dem ursprünglich anvisierten Volumen von 2,5 Milliarden Euro wäre Covestro der größte Börsengang in Deutschland seit dem Boom-Jahr 2000 gewesen. Nun wird er kleiner ausfallen als der des Motorenbauers Tognum im Jahr 2007, dessen Volumen rund zwei Milliarden Euro betragen hatte.

          Der Internetportalanbieter Scout24 hatte diese Probleme nicht und konnte seinen Börsengang wie geplant umsetzen.

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