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Energiekosten : Der seltsame Strompreis in der Krise

Hat die Preise im Auge: Eine Mitarbeiterin der Strom- und Energie-Börse European Energy Exchange (EEX) sitzt an ihrem Arbeitsplatz in Leipzig. Bild: Matthias Lüdecke

Der Strompreis fällt – aber nur für einen Teil Deutschlands. Erstmals seit langem ist jetzt Strom in Ostdeutschland billiger als in den alten Bundesländern.

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          Es ist eine seltsame Sache mit dem Strompreis in der Corona-Krise. Während fast alle anderen Energiepreise für Verbraucher deutlich gesunken sind und damit höhere Ausgaben etwa für frische Lebensmittel mehr als ausgeglichen haben, zeigte sich der Strompreis bislang erstaunlich stabil. Jetzt aber verraten neue Zahlen des Internetvergleichsportals Verivox: Der Strompreis ist erstmals seit längerem wieder gefallen – allerdings nur für einen Teil Deutschlands. Neuerdings ist jetzt Strom in Ostdeutschland billiger als im Westen. Während der Strompreis für Verbraucher im Westen auf Jahressicht von hohem Niveau aus noch mal um 1,7 Prozent gestiegen ist, war in den ostdeutschen Bundesländern in den vergangenen zwölf Monaten im Durchschnitt ein Rückgang um immerhin 0,2 Prozent zu verzeichnen.

          Christian Siedenbiedel

          Redakteur in der Wirtschaft.

          Ein durchschnittlicher Vier-Personen-Haushalt in Ostdeutschland mit einem jährlichen Stromverbrauch von 4000 Kilowattstunden kommt damit aktuell auf eine Stromrechnung von 1189 Euro. Das sind 1,1 Prozent weniger als der gleiche Haushalt im Westen zahlt, dort kommt man auf 1202 Euro. Noch 2017 betrug das Kostengefälle zwischen Ost und West rund 4 Prozent zuungunsten der Verbraucher in den neuen Bundesländern.

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