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Corona-Krise als Beschleuniger : Es lebe die Kartenzahlung

  • -Aktualisiert am

Bezahlen hinter dem Plexiglas: Kartenzahlung wird in Deutschland selbstverständlicher. Bild: dpa

In Deutschland wird immer häufiger mit Karte gezahlt. Diese neue Vielfalt ist eine gute Nachricht, denn niemandem wird etwas weggenommen.

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          Viele Zahlen sprechen dafür, dass sich in Deutschland tatsächlich etwas beim Bezahlverhalten ändert. Mehrere Indikatoren deuten darauf hin, dass mehr mit Karte gezahlt wird – besonders kontaktlos – und weniger mit Scheinen und Münzen. Ist das schlimm? Natürlich nicht. Bargeld ist immer noch gesetzliches Zahlungsmittel und wird es auch bleiben. Weiterhin ist es außerordentlich beliebt und ermöglicht allen eine anonyme und sichere Teilhabe am Wirtschaftskreislauf. Aber jahrelang waren Kartenzahler benachteiligt, weil sie eben gar nicht die Möglichkeit hatten, mit ihr zu Bezahlen, sondern auf Bargeld angewiesen waren.

          Dass sich das ändert ist gut, denn es ist vor allem eine Situation, die nur Gewinner kennt. Denn man muss es leider immer wieder betonen: Es geht nicht darum, jemanden etwas wegzunehmen – in diesem Fall den Barzahlern. Wer möchte, kann weiterhin mit Scheinen und Münzen zahlen. Es geht darum, dass diejenigen, die mit Karte bezahlen wollen, es auch dürfen – egal, was sie dafür für Gründe haben. Den Handel freut es, weil das Bargeld-Handling für ihn nach wie vor sehr teuer ist. Diese neue Vielfalt tut gut.

          Franz Nestler
          Redakteur in der Wirtschaft.

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