https://www.faz.net/-gv6-9yp5o

Tschechien in der Pandemie : „Vorteil, nicht zum Euroraum zu gehören“

Stabiler Bankensektor: Der Nationalbank-Vize Marek Mora schätzt Tschechiens Geldhäuser als robust ein. Bild: Tschechische Nationalbank

Marek Mora, der Vizechef von Tschechiens Nationalbank, erwartet eine Erholung der Konjunktur ähnlich dem „Häkchen wie bei Nike“. Im Interview spricht er außerdem über direkte Staatsfinanzierungen und die Liquidität der Banken.

          6 Min.

          Herr Vizegouverneur Mora, das Coronavirus hat auch die Wirtschaft der Tschechischen Republik infiziert. Wie beschreiben Sie die geldpolitische Lage?

          Andreas Mihm
          Wirtschaftskorrespondent für Österreich, Ostmittel-, Südosteuropa und die Türkei mit Sitz in Wien.

          Das Coronavirus stellt für die Geldpolitik eindeutig das Risiko der Deflation dar. Darauf haben fast alle Zentralbanken der Welt richtig reagiert, indem sie die Geldpolitik gelockert haben. Die Tschechische Nationalbank hat ihre Zinssätze in zwei Schritten um 1,25 Punkte gesenkt, von 2,25 auf 1 Prozent. Wir haben weitere Maßnahmen getroffen, vor allem in der Überwachung der Stabilität unseres Finanzsystems. Der Wechselkurs der Krone hat sich abgeschwächt. Er wirkt wie ein „Puffer“ für die Wirtschaft, indem er Exporte billiger und Importe teurer macht.

          Testen Sie unser Angebot.
          Jetzt weiterlesen.

          Testen Sie unsere Angebote.
          F.A.Z. PLUS:

            FAZ.NET komplett

          Diese und viele weitere Artikel lesen Sie mit F+