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Dax bricht ein : Die Angst der Anleger vor dem Worst Case

Im Krisenmodus: Aktienhändler im Handelssaal der Frankfurter Wertpapierbörse Bild: dpa

Steigende Infektionen und das wiederholte Herunterfahren der Wirtschaft lassen die Aktienkurse einbrechen. Noch ist es weniger schlimm als im Crash-Monat März.

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          Angesichts schärferer Maßnahmen gegen die Ausbreitung der Pandemie bewegte sich der deutsche Aktienmarkt am Mittwoch in einem Tempo abwärts, das schneller ist als befürchtet. „Dass ein zweiter Lockdown in Deutschland kommen wird, steht so gut wie fest“, sagte Jochen Stanzl vom Handelsunternehmen CMC Markets am Vormittag. Zur Mittagszeit trafen Bundeskanzlerin Angela Merkel und die Ministerpräsidenten der Bundesländer zusammen, um Maßnahmen zu beschließen, die über Medienberichte nach und nach bekannt wurden. In Kraft treten sollen die Kontakteinschränkungen ab Anfang November.

          Mark Fehr
          Redakteur in der Wirtschaft.
          Martin Hock
          Redakteur in der Wirtschaft.

          Unter dem Eindruck der bevorstehenden Restriktionen für das öffentliche Leben eröffnete der stark angeschlagene Leitindex Dax den Handel deutlich unter der 12.000er-Marke auf 11.848 Punkten und weitete seinen Verlust am Nachmittag auf rund 4,7 Prozent bei 11.502 Punkten aus. Am Vortag hatte der Dax noch die Barriere von 12.000 Punkten knapp verteidigt, wobei Kapitalmarkt-Fachmann Andreas Lipkow von der Bank Comdirect den Leitindex in einem Kampf um die Bodenbildung bei 12.000 oder 12.200 Punkten sah. Diese Barrieren waren offenbar zu schwach. Auch die von der Lockdown-Angst in Deutschland nicht betroffene amerikanische Wall Street startete mit deutlichen Verlusten in den Mittwoch.

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