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Bafin : Commerzbank droht Strafe von der Aufsicht

Die Zentrale der Commerzbank in Frankfurt am Main Bild: dpa

Hat die Commerzbank die Märkte zu spät über ihren digitalen Umbau informiert? Das untersucht jetzt offenbar die Bankenfinanzaufsicht.

          Der Commerzbank droht ein Bußgeld von der Finanzaufsicht Bafin. Das verlautete aus Finanzkreisen am Donnerstag. Offenbar soll das Institut die Märkte im September 2016 zu spät über seine Strategie „Commerzbank 4.0“ informiert haben. Die Aufsicht prüft seitdem einen möglichen Verstoß gegen die Publizitätsvorschriften, nach denen Tatsachen, die den Aktienkurs beeinflussen können, umgehend veröffentlicht werden müssen.

          Markus Frühauf

          Redakteur in der Wirtschaft.

          Die Commerzbank hatte damals zuerst den Aufsichtsrat über die umfangreichen Sparmaßnahmen und Neuaufstellung informiert. Erst nach dem Vorstandsbeschluss wurde eine Pflichtmeldung herausgegeben. Die Bafin soll der Ansicht sein, dass die Bank schon vor der Unterrichtung des Aufsichtsrats den Kapitalmarkt hätte informieren müssen. Der Bank drohe deshalb eine Geldbuße.

          Eine Sprecherin der Commerzbank wollte dazu keinen Kommentar abgeben. Zuerst hatte das „Handelsblatt“ über die Bafin-Untersuchung berichtet. Noch offen ist, wann das Verfahren abgeschossen ist und ob am Ende ein Bußgeld gegen die Commerzbank verhängt werde. Die Geldbußen für Verstöße gegen die Ad-hoc-Publizität fielen zuletzt deutlich niedriger aus: So hatte die Bafin gegen die Deutsche Bank wegen Verstößen vor rund zwei Jahren ein Bußgeld von insgesamt 55.0000 Euro verhängt.

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