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Nach geplatzter Fusion : Commerzbank-Chef weist Spekulationen über Verkauf zurück

  • Aktualisiert am

Martin Zielke, Chef der Commerzbank Bild: Frank Röth

Der Zusammenschluss mit der Deutschen Bank ist gescheitert – und jetzt stehen schon neue Übernahmeinteressenten auf dem Parkett? Alles nur Gerüchte, sagt Martin Zielke.

          Commerzbank-Chef Martin Zielke stemmt sich nach dem Abbruch der Fusionsgespräche mit der Deutschen Bank gegen Gerüchte über einen Verkauf seines Instituts. „Wir sind alleine stark genug, um unseren Weg zu gehen“, sagte Zielke der „Welt am Sonntag“.

          Medienberichten zufolge sollen sowohl die italienische Unicredit als auch die niederländische ING Interesse an der Commerzbank gezeigt haben. Beide Institute sind mit eigenen Einheiten im Privatkundengeschäft in Deutschland aktiv und könnten diese aufwerten. „Ich verstehe, dass Sie das interessiert. Aber zu Gerüchten werde ich mich nicht äußern“, sagte Zielke der Zeitung.

          Insider bezweifeln denn auch, dass solche Szenarien aktuell Sinn ergeben würden – zumindest hätten beide Varianten nicht das Gewicht der am Donnerstag für gescheitert erklärten deutschen Lösung einer Fusion der Deutschen Bank mit der Commerzbank.

          „Wir haben eine klare Strategie, aber auch die muss immer wieder auf den Prüfstand“, sagte Zielke. Dies bedeute jedoch nicht, dass man es nicht allein schaffen könne. Die Bank habe noch „gehörig Potenzial“ bei ihren Kunden. „Das Privatkundengeschäft hat seine sehr positive Entwicklung fortgesetzt und auch im Firmenkundengeschäft sehen wir Fortschritte.“

          Zielke wies zudem die Behauptung zurück, die geplatzten Fusionsgespräche hätten ihn beschädigt. „Warum denn? Ich wollte eine Klärung, ob ein Zusammenschluss geht oder nicht“, sagte der Commerzbank-Chef. Dies würde er jederzeit wieder so machen. Die Entscheidung gegen eine Fusion sei in Übereinstimmung mit der Deutschen Bank gefallen. „Wir haben am Donnerstag gemeinsam gesagt: Es wird nichts. Da waren wir uns einig.“

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